Mein Tutorial “Sockenhasi”

Mein Tutorial “Sockenhasi”

Da ich dieses Jahr keine Schokoosterhasen verschenken möchte, kamen mir die Sockenhasis gerade recht. Es macht mir jede Menge Spaß sie zu erstellen und bringt Abwechslung in mein liebstes Hobby.

Als ich vor ein paar Tagen meine ersten Hasen auf Instagram bzw. Facebook zeigte, war ich vom positiven Feedback total überrascht. Viele von euch fragten nach dem Schnittmuster bzw. baten um eine Anleitung.

Ich schicke gleich vorweg, dass es viele Möglichkeiten gibt so einen Hasen zu erstellen. Ich habe diese Art und Weise grundsätzlich nicht erfunden, sondern seht ihr hier einfach meinen Weg diese Sockenhäschen zu basteln.

Auf die Idee brachte mich ein Video, das ich vor kurzem sah, dann aber absolut nicht mehr wiedergefunden hatte. So bastelte ich ein wenig herum, wobei das erste Häschen noch nicht meinen Vorstellungen entsprach. Also habe ich ein Schnittmuster für mein Tutorial Sockenhasis erstellt, das ich hier sehr gerne als Download gratis zur Verfügung stelle.

Ich habe jeweils unter den einzelnen Bildern eine kurze Beschreibung hinzugefügt. So ein Sockenhasi ist eigentlich recht schnell gebastelt und daher ein ganz wunderbares Last-Minute-Geschenk. Außerdem kann man ganz hervorragend vereinsamten Socken ein neues Leben einhauchen.

Nun geht’s aber los:

Was brauchst du? Klar, Socken! Am besten eignen sich einfarbige, hellere Socken oder welche mit kleinen Mustern. Außerdem brauchst du noch die Nähmaschine, Schere, Nadel, Faden, Stift, Füllwatte oder Ähnliches, Bindebänder und natürlich …

… das Schnittmuster, welches du dir mit 100 % ausdruckst und ausschneidest. Überprüfe nach dem Ausdruck das Testquadrat! Das Schnittmuster ist grundsätzlich für Socken ab Größe 34 ausgelegt. Solltest du kleinere Socken verwenden, dann müsstest du dieses Schnittmuster dementsprechend verkleinern.

Anschließend klebst du dieses Schnittmuster auf einen Karton und schneidest dieses ebenfalls aus.

Die Nahtlinien der Ärmel werden am besten mit einem Teppichmesser und einem Lineal ausgeschnitten.

So sieht nun deine fertige Schablone aus. Natürlich kannst du auch nur das Papierschnittmuster verwenden, aber wenn du vorhast mehrere Sockenhasis herzustellen, dann ist die Anfertigung einer Schablone aus Karton empfehlenswert.

Nun drehst du den Socken auf links, wobei die Ferse nach hinten zeigt. Solltest du gemusterte Socken verwenden, achte darauf, dass der Socken im Endeffekt richtig liegt. Es spielt keine Rolle, ob die Fußspitze oben liegt oder nach unten gerichtet ist. Wichtig ist nur, dass sich in der Mitte des Sockenhasis rückwärts die Ferse befindet.

Nun zeichnest du mit Hilfe deiner Schablone die Außenlinie des Sockenhasis auf den Socken.

So sieht nun dein Socken aus. Bitte auch die Kennzeichnung der Wendeöffnung auf den Socken übertragen!

Jetzt nähst du mit der Nähmaschine einmal rundherum genau auf der Außenkante des Sockenhasis, beginnend beim Ende der Wendeöffnung und endend beim Anfang der Wendeöffnung.

Hier habe ich ein Bild von der Rückseite des genähten Sockens gemacht.

Anschließend schneidest du deinen Sockenhasi mit ca. 3 mm Nahtzugabe aus.

So sollte es nun aussehen. Jetzt musst du den Sockenhasi durch die Wendeöffnung wenden.

Da das Material sehr elastisch ist, sollte dies problemlos gelingen. Um die Ohren und Beine in Form zu bringen, kannst du auch einen Kochlöffel, Stift oder Ähnliches verwenden.

Nun kommt die kniffligste Aufgabe auf dich zu, denn jetzt musst du durch die Wendeöffnung den Sockenhasi mit dem Füllmaterial Leben einhauchen. Zuerst stopfst du mit den Fingern etwas Füllmaterial in den Hasen und schiebst etwas davon in die Ohren. Dann werden Kopf, Körper und Beine mit dem Füllmaterial ausgeformt.

Hast du deinen Sockenhasi rundherum gut befüllt, kann dein Häschen schon von alleine sitzen.

Jetzt musst du die Wendeöffnung mit Nadel und Faden mittels eines einfachen Schlingenstiches verschließen.

Nun nimmst du dir deine Schablone zur Hand und legst sie in Höhe des Kopfes auf deinen Sockenhasi. Jetzt zeichnest du mit Hilfe eines Trickmarkers die Nahtlinien für die Arme auf.

Anschließend schneidest du dir ein Band mit ca. 30 cm zu und bindest es um den Hals des Hasens und machst eine hübsche Schleife.

Jetzt steppst du mit Nadel und Faden die Nahtlinien für die Arme ab. Dabei solltest du darauf achten, dass die Nadel gerade durch den Oberkörper des Hasens verläuft.

Zu guter Letzt malst du mit einem Faserstift noch ein hübsches Gesicht auf deinen Sockenhasi.

Fertig!

Ich wünsche euch ganz viel Freude und Spaß beim Nachbasteln! Meine erste Hasenfamilie hat mich ja leider schon verlassen, aber die nächste wird nicht lange auf sich warten lassen.

Habt schöne Osterfeiertage! Genießt sie im Kreise eurer Lieben!

Alles Liebe! Janine

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Mut ist größer als Angst

Der Titel

Was meine ich eigentlich mit meinem Titel Mut ist größer als Angst? Das erkläre ich euch gleich, aber dazu muss ich heute ein bisschen ausholen.

Vor Kurzem habe ich mir ein ganz besonderes Schätzchen zugelegt, nämlich ein zuckersüßes 12 Zoll Netbook. Es war Liebe auf den ersten Blick und eine absolute Spontanentscheidung, die ich nicht bereut habe. Bereits nach ein paar Stunden waren wir schon die dicksten Freunde und konnten uns kaum noch voneinander trennen. 😉 Dieses besondere Schätzchen ist mir eine große Hilfe und soll mich künftig ständig begleiten. Also musste natürlich irgendetwas zum Schutz her, wobei ich mir eine schlichte, aber schicke “Netbook-Clutch” vorschwebte.

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Ich schnappte mein Schätzchen und begab mich zu meinem Lieblingsstoffladen Tommy & Lilly, um mir ein passendes Material für die Außenseite auszusuchen. Da ich mir schon länger keine Tasche mehr genäht  hatte, mittlerweile aber so viele neue Materialien für Taschen am Markt sind, musste ich mich erst einmal orientieren und hielt daher nach Stoffen Ausschau, die ja sonst eher nicht mein Beuteschema wären. Ziemlich schnell fiel mein Blick auf diesen Korkstoff mit den goldenen Einschlüssen. Der machte mir nicht nur einen robusten Eindruck, sondern sah auch noch richtig gut aus! Auch größentechnisch war diese Rolle Korkstoff vollkommen ausreichend für mein Vorhaben.

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Aber mir war dieses Material völlig unbekannt! Schnell kreisten ein paar Fragen und Gedanken in meinem Kopf herum. Da mir die allerliebste Monika auch noch einfach so diese Rolle Korkstoff überließ, war die Angst schon groß, dass irgendetwas schief geht könnte und ich letztendlich dieses schöne Geschenk im wahrsten Sinne “verkorksen” würde.

Aber mein Mut und natürlich auch meine Neugier waren größer als die Angst. Darum der Titel Mut ist größer als Angst.

Die Stoffe

Diesen Korkstoff finde ich einfach großartig und er lässt sich ganz hervorragend verarbeiten. Meine anfänglichen Ängste waren nach den ersten Stichen mit der Nähmaschine völlig verflogen. Die Oberseite des Korkstoffes besteht natürlich aus Kork, wobei sich hier noch ein paar wunderhübsche Goldeinschlüsse dazugesellt haben. Alles in allem ist der Korkstoff sehr weich, was sicherlich auch auf das Trägermaterial (65 % Baumwolle und 35 % Polyester) zurückzuführen ist.

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Für das Innenfutters kramte ich in meiner Stoffkiste noch einen Rest von diesem wunderhübschen Baumwollstoff von Tula Pink Acacia Waschbär hervor. Damit meine Clutch auch noch gut gepolstert ist, bügelte ich auf der linken Seite des Innenstoffes noch das Volumenflies H640 auf.

Das Schnittmuster

Ein Schnittmuster brauchte ich für meine Netbook-Clutch nicht. Ich nahm einfach die Breite meines Netbooks und gab noch die Maße der benötigten Tiefe und meine Nahtzugabe dazu. Die Länge ergab sich aus der Länge der Rolle des Korkstoffes. Die oberen Ecken rundete ich einfach mit Hilfe eines kleinen Tellers ab. Auf der gegenüberliegenden Seite brachte ich vor dem Zusammennähen der Stoffe noch den Drehverschluss mittig in der von mir ausgemessenen Höhe auf dem Korkstoff an.

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Nun nähte ich die beiden Stoffteile rechts auf rechts zusammen und ließ eine ca. 15 cm weite Öffnung zum Wenden. Nach dem Wenden steppte ich knappkantig beide Stoffe ab und schloss somit auch die Wendeöffnung. Anschließend klappte ich mir den unteren Teil mit dem Drehverschluss nach oben, wobei ich mir mein Netbook zu Hilfe nahm, um die korrekte Höhe zu ermitteln. Nun ja, Unsicherheit machte sich breit, ob meine Nähmaschine die insgesamt 4 Schichten Korkstoff und 4 Schichten Baumwollstoff mit Volumenflies wohl auch packen würde. Vollkommen unproblematisch ließen sich aber alle Schichten zusammennähen, was auch sicherlich darauf zurückzuführen ist, dass der Korkstoff butterweich ist.

Der Verschluss

Weitaus schwieriger war es den zweiten Teil des Drehverschlusses anzubringen. Die genaue Platzierung und die dafür notwendige Aussparung hatte ich mir schon vor dem Zusammennähen ausgemessen und ausgeschnitten. Allerdings stellte das Anschrauben der Metallplatte mit der Durchlassöffnung meine Geduld extrem auf die Probe, da die dafür vorgesehenen Schrauben sehr, sehr klein waren. Aber irgendwie und irgendwann waren beide Schrauben fest. Dieser Drehverschluss entschädigt mich für meine Mühe, denn er ist wirklich richtig schick. Gekauft hatte ich ihn schon vor längerer Zeit beim Lederschuster hier in Graz. Eine wahre Fundgrube für Taschenfreunde & Co.

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Die Plotts

Obwohl meine Clutch zwar schon perfekt aussah, wollte ich unbedingt noch etwas auf die Vorderseite plotten, eine Message bzw. etwas, das zum Ausdruck bringt, wie schlau der Inhalt ist. 😜 Ich wusste aber nicht, ob man Korkstoffe beplotten konnte. Wieder so eine Hürde, die es zu überwinden gab! Nach ein paar Recherchen im Netz, kam ich zu dem Entschluss es einfach mal auszuprobieren. Ich nahm also noch ein Reststück vom Korkstoff und machte einen Probeplott, der auch ganz gut funktioniert hat.

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Also stöberte ich ein bisschen auf meinem Rechner herum und befand die Plottdatei Glitter und Nerdy von Schaumzucker mit dem Spruch “Talk nerdy to me” total passend. Damit hatte ich schon vor längerer Zeit ein Shirt beglottet und jetzt ist mir eingefallen, dass ich euch dieses Shirt noch gar nicht gezeigt habe! 🙈 Nur das “Y” von “Nerdy” wurde kurzerhand von mir entfernt. Der Rest wurde etwas aufgeteilt und größentechnisch an die Tasche angepasst. Die Farbe der Folien richtet sich nach dem Innenfutter, also kamen hier Pink und Rosa zum Zug! Pink geht ja immer! 😊

Auf die Rückseite plottete ich noch schnell mein Logo drauf und fertig war meine Netbook-Clutch!!  I’m in love! ❤️

 

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Alles in allem war das ganze Projekt eine Mutprobe für mich, auch wenn die Clutch für den einen oder anderen vielleicht nicht den Anschein erweckt. Ich hatte Mut ein Material zu verwenden, das mir nicht bekannt war, Ausdauer beim Anbringen des Verschlusses gezeigt und letztendlich angstlos mein edles Teil auch noch beplottet! Also, stimmt die Aussage über diesen Titel – Mut ist größer als Angst!!

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Seid auch ihr mutig und verlasst bekannte Pfade! Traut euch an neue Projekte! Gebt nicht auf, wenn mal irgendetwas nicht so klappt! Ganz egal, mit der Annahme einer neuen Herausforderung wächst man über sich hinaus und das Wichtigste, die Erfahrungen, die ihr dabei macht, kann euch niemand mehr nehmen!! ✌🏻

Habt noch einen schönen Tag!! Alles Liebe Janine ❤️

Kurz zusammengefasst:

Obermaterial: Korkstoff – hier in meinem Lieblingsladen Tommy & Lilly erhältlich!

Innenfutter: Baumwollwebware von Tula Pink Acadia Waschbär mit Volumenflies H640

Drehverschluss: Lederschuster, Graz

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Nähmob 2.0

Da ich dem ersten Aufruf vom #nähmob leider nicht folgen konnte, freut es mich um so mehr, beim #nähmob 2.0 dabei sein zu können! Näheres dazu findet ihr u.a. hier bei Annelie von Ahoi. Das Motto lautet für dieses Mal wie folgt:

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also mit Worten ausgedrückt, etwas für den Kopf und Hals zaubern und davon ein Foto mit einer Tasse im Freien schießen. Allerdings sind auch Gestricktes und Gehäkeltes gerne willkommen. Was ich natürlich zum Anlass nahm, mir eine “gemixte” Variante zu überlegen. Somit ist mein Mützilein gestrickt und mein Schal genäht. Denn, was viele von euch vielleicht nicht wissen, bevor mich der Nähvirus wieder so richtig erwischt hat, habe ich gaaanz viel gehäkelt und gestrickt. Eine gute Gelegenheit für mich dieses ebenso geliebte Hobby wieder aufleben zu lassen. <3

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Die Tasse bekam ich schon vor etlichen Jahren von meinem Sunnyboy zum Muttertag geschenkt. Naja, sie hatte auch schon bessere Zeiten, aber ich mag sie total gern. Ist mit Liebe gemacht worden – nur für mich <3

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Mein Mützilein habe ich mir aus der wunderbaren Effekt-Wolle von Online Linie 292 SAL in Runden mit Nadel Nr. 8 gestrickt. Das von mir verwendete Muster ist mega einfach – im Wechsel eine Reihe rechte und eine Reihe linke Maschen – hier in Österreich bezeichnete man diese auch als glatte (rechts) und verkehrte (linke) Maschen. Da ich noch genug Wolle übrig hatte, ging sich auch noch eine große Bommel aus. 😀

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Hier nochmal eine Nahaufnahme von meiner Bommelmütze <3

 

Für meinen Schal hingegen habe ich Baumwolle und Fleece miteinander kombiniert. Das ist superwarm – einfach herrlich kuschelig! Das Tutorial dafür findet ihr hier bei Lenipepunkt. Ich habe allerdings zum Schließen keine Schlaufe, sondern ein Knopfloch angebracht und mit einem hübschen Knopf aus Fimo versehen.

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So, noch schnell einen Schluck vom Kakao! Ach, wie lustig! Unter der Tasse kann man noch den Namen von meinem Sunnyboy lesen! 😀 Wurde wohl damals im Kindergarten so beschriftet, damit die Tassen nicht verwechselt werden.

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Mit Schneefotos kann ich leider nicht dienen. :-/ Bei uns hat es kaum geschneit und jetzt hatten wir Temperaturen weit über 10 °C!

 

Und wenn jetzt der/die eine oder andere noch Lust hat beim Nähmob 2.0 mitzumachen, bis morgen habt ihr noch Gelegenheit dazu. Das geht sich eigentlich noch locker aus, denn eine Beanie-Mütze und einen Loop zu nähen, geht wirklich schnell! 😉

So, das war es heute auch schon wieder! Ich hoffe, wir sehen uns ganz zahlreich beim #nähmob 2.0! Alles Liebe und viel Spaß!  <3

 

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