Flora und Fauna

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Wie ich euch im letzten Beitrag schon erzählt habe, gibt es derzeit eine neue Vorbestellungsrunde bei Lillestoff. Im dazugehörigen Lille.Look findet ihr beim Durchblättern noch einen ganz speziellen Stoff. Er heißt Flora und Fauna und wurde von Gisela Dürr alias Tante Gisi kreiert.

Schon beim ersten Anblick war ich ganz hin und weg, denn die Motive sind mit so viel Liebe zum Detail gezeichnet. Dazu mag ich die Farbzusammenstellung mit dieser sanften Harmonie grundiert in Hellblau. Einfach ganz wundervoll!

Allerdings hatte der Andruckstoff einen Rapportfehler. So standen mir zwar eine Menge Stoff zur Verfügung, aber aufgrund des Fehlers konnte ich nur Quadrate in der Größe von ca. 48 x 48 cm verwenden. Was sollte ich denn nun daraus nähen?

Ich wusste, dass sich zumindest ein Kurzarmshirt mit einer Unterteilung ausgehen wird. Das hat auch ganz wunderbar geklappt. Zum Kombinieren und Einfassen des Halsausschnittes und der Armausschnitte habe ich das Randstück des weißen Modalstoffes genommen. Zu guter Letzt coverte ich noch die Nähte mit beigefarbenen Stickgarn nach.

Dieses Shirt trägt sich einfach wundervoll, und weil dieser Modal so schön weich und angenehm ist, lag es irgendwie auf der Hand, die Maße mit ca. 48 x 48 cm für ein Kissen zu nutzen. Da Modal auch sehr gut elastisch ist, war es gar kein Problem, dass mein Inlay mit den Maßen von 50 x 50 cm eigentlich etwas zu groß ist. Mein Kissenbezug hat sich jedenfalls bestens angepasst

Unterwäsche, Socken oder Kniestrümpfe sind eine perfekte Sache, um Stoffreste noch sinnvoll zu verwerten. Ich nähe mir ja sehr gerne das eine oder andere Paar Kniestrümpfe aus noch übrig gebliebenen Lieblingsstoffen. Also wurde auch hier nichts verschwendet und es entstand noch dieses wundervolle Paar Kniestrümpfe. Genäht habe ich mir abermals die Ringelprinzessin von Hillihiltrud.

Alles in allem bin ich im Nachhinein betrachtet total happy mit all meinen Nähergebnissen aus diesem traumhaft schönen Modal. Was auch unter Beweis stellt, wie vielseitig einsetzbar dieser Stoff ist. Bekleidung und Deko – alles ist damit möglich!

So, ihr Lieben, da ich mich auf dem Weg der Besserung befinde, freue ich mich schon sehr, mich am kommenden Wochenende auf den Weg zu einem kleinen, feinen Nähevent namens Nahtlos in Carnuntum zu machen. Dort werde ich meinen Overlock-Workshop abhalten. Darauf freue ich mich schon sehr und auch auf all die nähverrückten Mädels. Womit wieder mal bewiesen ist – Nähen verbindet!

Kommt gut durch den Donnerstag, bis bald, eure Janine.

Kurz zusammengefasst:

Stoff: Modal Fauna und Flora, Design Tante Gisi – wurde mir von Lillestoff gratis zur Verfügung gestellt und befindet sich gerade in der Vorbestellung.

Schnittmuster Kniestrümpfe: Ringelprinzessin von Hillihiltrud

Fotos:

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Fotos: Fotogeschichten Gerl

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Lieblinks-Collage

Mein Tutorial “Sockenhasi”

Mein Tutorial “Sockenhasi”

Da ich dieses Jahr keine Schokoosterhasen verschenken möchte, kamen mir die Sockenhasis gerade recht. Es macht mir jede Menge Spaß sie zu erstellen und bringt Abwechslung in mein liebstes Hobby.

Als ich vor ein paar Tagen meine ersten Hasen auf Instagram bzw. Facebook zeigte, war ich vom positiven Feedback total überrascht. Viele von euch fragten nach dem Schnittmuster bzw. baten um eine Anleitung.

Ich schicke gleich vorweg, dass es viele Möglichkeiten gibt so einen Hasen zu erstellen. Ich habe diese Art und Weise grundsätzlich nicht erfunden, sondern seht ihr hier einfach meinen Weg diese Sockenhäschen zu basteln.

Auf die Idee brachte mich ein Video, das ich vor kurzem sah, dann aber absolut nicht mehr wiedergefunden hatte. So bastelte ich ein wenig herum, wobei das erste Häschen noch nicht meinen Vorstellungen entsprach. Also habe ich ein Schnittmuster für mein Tutorial Sockenhasis erstellt, das ich hier sehr gerne als Download gratis zur Verfügung stelle.

Ich habe jeweils unter den einzelnen Bildern eine kurze Beschreibung hinzugefügt. So ein Sockenhasi ist eigentlich recht schnell gebastelt und daher ein ganz wunderbares Last-Minute-Geschenk. Außerdem kann man ganz hervorragend vereinsamten Socken ein neues Leben einhauchen.

Nun geht’s aber los:

Was brauchst du? Klar, Socken! Am besten eignen sich einfarbige, hellere Socken oder welche mit kleinen Mustern. Außerdem brauchst du noch die Nähmaschine, Schere, Nadel, Faden, Stift, Füllwatte oder Ähnliches, Bindebänder und natürlich …

… das Schnittmuster, welches du dir mit 100 % ausdruckst und ausschneidest. Überprüfe nach dem Ausdruck das Testquadrat! Das Schnittmuster ist grundsätzlich für Socken ab Größe 34 ausgelegt. Solltest du kleinere Socken verwenden, dann müsstest du dieses Schnittmuster dementsprechend verkleinern.

Anschließend klebst du dieses Schnittmuster auf einen Karton und schneidest dieses ebenfalls aus.

Die Nahtlinien der Ärmel werden am besten mit einem Teppichmesser und einem Lineal ausgeschnitten.

So sieht nun deine fertige Schablone aus. Natürlich kannst du auch nur das Papierschnittmuster verwenden, aber wenn du vorhast mehrere Sockenhasis herzustellen, dann ist die Anfertigung einer Schablone aus Karton empfehlenswert.

Nun drehst du den Socken auf links, wobei die Ferse nach hinten zeigt. Solltest du gemusterte Socken verwenden, achte darauf, dass der Socken im Endeffekt richtig liegt. Es spielt keine Rolle, ob die Fußspitze oben liegt oder nach unten gerichtet ist. Wichtig ist nur, dass sich in der Mitte des Sockenhasis rückwärts die Ferse befindet.

Nun zeichnest du mit Hilfe deiner Schablone die Außenlinie des Sockenhasis auf den Socken.

So sieht nun dein Socken aus. Bitte auch die Kennzeichnung der Wendeöffnung auf den Socken übertragen!

Jetzt nähst du mit der Nähmaschine einmal rundherum genau auf der Außenkante des Sockenhasis, beginnend beim Ende der Wendeöffnung und endend beim Anfang der Wendeöffnung.

Hier habe ich ein Bild von der Rückseite des genähten Sockens gemacht.

Anschließend schneidest du deinen Sockenhasi mit ca. 3 mm Nahtzugabe aus.

So sollte es nun aussehen. Jetzt musst du den Sockenhasi durch die Wendeöffnung wenden.

Da das Material sehr elastisch ist, sollte dies problemlos gelingen. Um die Ohren und Beine in Form zu bringen, kannst du auch einen Kochlöffel, Stift oder Ähnliches verwenden.

Nun kommt die kniffligste Aufgabe auf dich zu, denn jetzt musst du durch die Wendeöffnung den Sockenhasi mit dem Füllmaterial Leben einhauchen. Zuerst stopfst du mit den Fingern etwas Füllmaterial in den Hasen und schiebst etwas davon in die Ohren. Dann werden Kopf, Körper und Beine mit dem Füllmaterial ausgeformt.

Hast du deinen Sockenhasi rundherum gut befüllt, kann dein Häschen schon von alleine sitzen.

Jetzt musst du die Wendeöffnung mit Nadel und Faden mittels eines einfachen Schlingenstiches verschließen.

Nun nimmst du dir deine Schablone zur Hand und legst sie in Höhe des Kopfes auf deinen Sockenhasi. Jetzt zeichnest du mit Hilfe eines Trickmarkers die Nahtlinien für die Arme auf.

Anschließend schneidest du dir ein Band mit ca. 30 cm zu und bindest es um den Hals des Hasens und machst eine hübsche Schleife.

Jetzt steppst du mit Nadel und Faden die Nahtlinien für die Arme ab. Dabei solltest du darauf achten, dass die Nadel gerade durch den Oberkörper des Hasens verläuft.

Zu guter Letzt malst du mit einem Faserstift noch ein hübsches Gesicht auf deinen Sockenhasi.

Fertig!

Ich wünsche euch ganz viel Freude und Spaß beim Nachbasteln! Meine erste Hasenfamilie hat mich ja leider schon verlassen, aber die nächste wird nicht lange auf sich warten lassen.

Habt schöne Osterfeiertage! Genießt sie im Kreise eurer Lieben!

Alles Liebe! Janine

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Mut ist größer als Angst

Der Titel

Was meine ich eigentlich mit meinem Titel Mut ist größer als Angst? Das erkläre ich euch gleich, aber dazu muss ich heute ein bisschen ausholen.

Vor Kurzem habe ich mir ein ganz besonderes Schätzchen zugelegt, nämlich ein zuckersüßes 12 Zoll Netbook. Es war Liebe auf den ersten Blick und eine absolute Spontanentscheidung, die ich nicht bereut habe. Bereits nach ein paar Stunden waren wir schon die dicksten Freunde und konnten uns kaum noch voneinander trennen. 😉 Dieses besondere Schätzchen ist mir eine große Hilfe und soll mich künftig ständig begleiten. Also musste natürlich irgendetwas zum Schutz her, wobei ich mir eine schlichte, aber schicke “Netbook-Clutch” vorschwebte.

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Ich schnappte mein Schätzchen und begab mich zu meinem Lieblingsstoffladen Tommy & Lilly, um mir ein passendes Material für die Außenseite auszusuchen. Da ich mir schon länger keine Tasche mehr genäht  hatte, mittlerweile aber so viele neue Materialien für Taschen am Markt sind, musste ich mich erst einmal orientieren und hielt daher nach Stoffen Ausschau, die ja sonst eher nicht mein Beuteschema wären. Ziemlich schnell fiel mein Blick auf diesen Korkstoff mit den goldenen Einschlüssen. Der machte mir nicht nur einen robusten Eindruck, sondern sah auch noch richtig gut aus! Auch größentechnisch war diese Rolle Korkstoff vollkommen ausreichend für mein Vorhaben.

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Aber mir war dieses Material völlig unbekannt! Schnell kreisten ein paar Fragen und Gedanken in meinem Kopf herum. Da mir die allerliebste Monika auch noch einfach so diese Rolle Korkstoff überließ, war die Angst schon groß, dass irgendetwas schief geht könnte und ich letztendlich dieses schöne Geschenk im wahrsten Sinne “verkorksen” würde.

Aber mein Mut und natürlich auch meine Neugier waren größer als die Angst. Darum der Titel Mut ist größer als Angst.

Die Stoffe

Diesen Korkstoff finde ich einfach großartig und er lässt sich ganz hervorragend verarbeiten. Meine anfänglichen Ängste waren nach den ersten Stichen mit der Nähmaschine völlig verflogen. Die Oberseite des Korkstoffes besteht natürlich aus Kork, wobei sich hier noch ein paar wunderhübsche Goldeinschlüsse dazugesellt haben. Alles in allem ist der Korkstoff sehr weich, was sicherlich auch auf das Trägermaterial (65 % Baumwolle und 35 % Polyester) zurückzuführen ist.

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Für das Innenfutters kramte ich in meiner Stoffkiste noch einen Rest von diesem wunderhübschen Baumwollstoff von Tula Pink Acacia Waschbär hervor. Damit meine Clutch auch noch gut gepolstert ist, bügelte ich auf der linken Seite des Innenstoffes noch das Volumenflies H640 auf.

Das Schnittmuster

Ein Schnittmuster brauchte ich für meine Netbook-Clutch nicht. Ich nahm einfach die Breite meines Netbooks und gab noch die Maße der benötigten Tiefe und meine Nahtzugabe dazu. Die Länge ergab sich aus der Länge der Rolle des Korkstoffes. Die oberen Ecken rundete ich einfach mit Hilfe eines kleinen Tellers ab. Auf der gegenüberliegenden Seite brachte ich vor dem Zusammennähen der Stoffe noch den Drehverschluss mittig in der von mir ausgemessenen Höhe auf dem Korkstoff an.

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Nun nähte ich die beiden Stoffteile rechts auf rechts zusammen und ließ eine ca. 15 cm weite Öffnung zum Wenden. Nach dem Wenden steppte ich knappkantig beide Stoffe ab und schloss somit auch die Wendeöffnung. Anschließend klappte ich mir den unteren Teil mit dem Drehverschluss nach oben, wobei ich mir mein Netbook zu Hilfe nahm, um die korrekte Höhe zu ermitteln. Nun ja, Unsicherheit machte sich breit, ob meine Nähmaschine die insgesamt 4 Schichten Korkstoff und 4 Schichten Baumwollstoff mit Volumenflies wohl auch packen würde. Vollkommen unproblematisch ließen sich aber alle Schichten zusammennähen, was auch sicherlich darauf zurückzuführen ist, dass der Korkstoff butterweich ist.

Der Verschluss

Weitaus schwieriger war es den zweiten Teil des Drehverschlusses anzubringen. Die genaue Platzierung und die dafür notwendige Aussparung hatte ich mir schon vor dem Zusammennähen ausgemessen und ausgeschnitten. Allerdings stellte das Anschrauben der Metallplatte mit der Durchlassöffnung meine Geduld extrem auf die Probe, da die dafür vorgesehenen Schrauben sehr, sehr klein waren. Aber irgendwie und irgendwann waren beide Schrauben fest. Dieser Drehverschluss entschädigt mich für meine Mühe, denn er ist wirklich richtig schick. Gekauft hatte ich ihn schon vor längerer Zeit beim Lederschuster hier in Graz. Eine wahre Fundgrube für Taschenfreunde & Co.

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Die Plotts

Obwohl meine Clutch zwar schon perfekt aussah, wollte ich unbedingt noch etwas auf die Vorderseite plotten, eine Message bzw. etwas, das zum Ausdruck bringt, wie schlau der Inhalt ist. 😜 Ich wusste aber nicht, ob man Korkstoffe beplotten konnte. Wieder so eine Hürde, die es zu überwinden gab! Nach ein paar Recherchen im Netz, kam ich zu dem Entschluss es einfach mal auszuprobieren. Ich nahm also noch ein Reststück vom Korkstoff und machte einen Probeplott, der auch ganz gut funktioniert hat.

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Also stöberte ich ein bisschen auf meinem Rechner herum und befand die Plottdatei Glitter und Nerdy von Schaumzucker mit dem Spruch “Talk nerdy to me” total passend. Damit hatte ich schon vor längerer Zeit ein Shirt beglottet und jetzt ist mir eingefallen, dass ich euch dieses Shirt noch gar nicht gezeigt habe! 🙈 Nur das “Y” von “Nerdy” wurde kurzerhand von mir entfernt. Der Rest wurde etwas aufgeteilt und größentechnisch an die Tasche angepasst. Die Farbe der Folien richtet sich nach dem Innenfutter, also kamen hier Pink und Rosa zum Zug! Pink geht ja immer! 😊

Auf die Rückseite plottete ich noch schnell mein Logo drauf und fertig war meine Netbook-Clutch!!  I’m in love! ❤️

 

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Alles in allem war das ganze Projekt eine Mutprobe für mich, auch wenn die Clutch für den einen oder anderen vielleicht nicht den Anschein erweckt. Ich hatte Mut ein Material zu verwenden, das mir nicht bekannt war, Ausdauer beim Anbringen des Verschlusses gezeigt und letztendlich angstlos mein edles Teil auch noch beplottet! Also, stimmt die Aussage über diesen Titel – Mut ist größer als Angst!!

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Seid auch ihr mutig und verlasst bekannte Pfade! Traut euch an neue Projekte! Gebt nicht auf, wenn mal irgendetwas nicht so klappt! Ganz egal, mit der Annahme einer neuen Herausforderung wächst man über sich hinaus und das Wichtigste, die Erfahrungen, die ihr dabei macht, kann euch niemand mehr nehmen!! ✌🏻

Habt noch einen schönen Tag!! Alles Liebe Janine ❤️

Kurz zusammengefasst:

Obermaterial: Korkstoff – hier in meinem Lieblingsladen Tommy & Lilly erhältlich!

Innenfutter: Baumwollwebware von Tula Pink Acadia Waschbär mit Volumenflies H640

Drehverschluss: Lederschuster, Graz

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