Revna

April, April, der macht, was er will! Also ehrlich, vorgestern Sommer, gestern Winter und heute Frühling. Ja, das nervt und ich bin froh, wenn es endlich wieder richtig schön warm ist. Ich möchte nämlich meine frühlingshafte Bluse mit dem klangvollen Namen Revna ausführen, und zwar ohne sie unter einer dicken Jacke verstecken zu müssen.

Ich bin total verliebt in meine neue Bluse! Das Schnittmuster ist sehr extravagant und wirkt richtig voluminös. Revna verfügt nicht nur über geraffte Halsausschnitte am Vorder- und Rückenteil, auch die Raglanärmel sind beidseitig gekräuselt.

Als Verschluss dienen am hinteren Rückenausschnitt lange Bindebänder. Optional können die Bindebänder auch durch einen Knopf samt Knopflochschlaufe ersetzt werden. Meine frühlingshafte Revna wird mit Bindebändern geschlossen, da ich diese Variante sehr hübsch finde.

Die Ärmelabschlüsse habe ich mittels Smoknähte erstellt. Auf diese Art und Weise dehnbare Bündchen zu erstellen, ist auch gar nicht weiter schwer. Auf dem Bernina-Blog findet ihr von mir den Beitrag “Frühlingshafte Bluse nähen – Kräuseln und Smoken mit der Nähmaschine“, in dem ich euch Schritt für Schritt alle meine Arbeitsschritte zum Entstehen meiner Revna zeige. Am Ende des Beitrages findet ihr auch ein detailliertes Video zum Thema Smoken mit der Nähmaschine.

Zugegebenermaßen ist Revna kein Projekt für zwischendurch und erfordert etwas Geduld. Aber am Ende hält man ein ganz besonderes Kleidungsstück in der Hand, bei dem man weiß, das es sich ausgezahlt hat.

Natürlich macht ein Schnittmuster allein noch keine Frühlingsbluse, da muss auch der passende Stoff her. Schon Anfang Februar fand ich diesen wundervollen Voile aus Biobaumwolle bei Biostoffe.at. Die liebe Petra und ich nutzten die Gunst der Stunde zwischen den Lockdowns und fuhren nach Wien, um endlich unsere Weihnachtsgutscheine einzulösen.

Luberon

Natürlich hätten wir das auch online erledigen können. Aber wir lieben es halt die Stoffe vor Ort auszusuchen, sie zu berühren und zu streicheln, bevor wir sie dann mit zu uns nach Hause nehmen. Ganz abgesehen davon ist Biostoffe.at allemal eine Reise wert. Eine unglaublich große Auswahl an Biostoffen und liebevolles Personal, das mit Rat und Tat beim Stoffkauf freundlich zur Seite steht, machen Stoffshopping zu einen richtigen Erlebnis.

Luberon nennt sich der Voile von C. Pauli, den ich mir für meine Revna ausgesucht hatte. Wie schon anfangs erwähnt ist der Voile zu 100 % aus Biobaumwolle. Der Stoff ist 160 cm breit und mit 70 pro Quadratmeter federleicht. Das Design ist so wunderschön und macht richtig Lust auf Frühling.

Und wenn ihr euch auch eine Revna blouse nähen wollt, dann klickt doch mal auf den Bernina-Blog. Dort findet ihr eine von mir geschriebene, ausführliche Anleitung mit besonderem Hauptaugenmerk auf die Themen “Kräuseln und Smoken mit der Nähmaschine”.

Jetzt fehlen zum Tragen eigentlich nur noch die richtigen Temperaturen! Und was habt ihr euch schon Besonderes für den Frühling genäht?

Habt noch ein schönes Wochenende und bleibt schön gesund! Bis bald, Janine.

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Kurz zusammengefasst:

Schnittmuster: Revna blouse von Juni Design

Stoff: Voile Luberon von C. Pauli – bei Biostoffe.at geshoppt

Be The Change

Heute zeige ich euch ein Kleid mit einer wahrhaft legendären Botschaft von Gandi – Be the change you want to see! Natürlich könnte ich jetzt stundenlang über diese Aussage philosophieren und meine Gedanken dazu mit euch teilen. Aber ich denke jeder von euch weiß, dass er es selbst in der Hand hat Veränderungen zu erwirken – im Großen wie im Kleinen. Und so möchte ich diese Botschaft auch einfach mal so stehen lassen.

Bei Be The Change handelt es sich um einen ganz wunderbaren Biobaumwolljersey, den Biostoffe.at als Eigenproduktion für sich anfertigen ließ. Kreiert hat dieses universell einsetzbare Design die großartige Cat Wienett. Ein tolles Zusammenspiel zwischen einem österreichischen Unternehmen und einer österreichischen Designerin, das mein Herz definitiv höher schlagen lässt.

Als ich diesen Stoff das erste Mal in meinen Händen hielt, hatte ich gleich viele Ideen. Be The Change kann ja so vieles sein – ein Shirt, ein Rock, ein Kleid usw., dabei ist dieses Design nicht nur für uns Mädels interessant. Für Kinder und Männer funktioniert es wegen seines sportiven Charakters mindestens genau so gut.

Nach längerem Hin und Her bin ich letztendlich dann bei diesem Knoten-/Bindekleid hängen geblieben. Das Schnittmuster ist von Emmilou und nennt sich Annie. Ein wenig musste ich Annie für mich anpassen – Ober- und Unterteil hatten nicht so recht zueinandergepasst – also für mich. Mit den kurzen Bindebändern fand ich das Auslangen. Die Ärmel habe ich hingegen etwas verlängert und mit einem schmalen Bündchen am Ärmelsaum abgeschlossen.

Das Halsausschnitt- und die Ärmelbündchen habe ich so zugeschnitten, dass die Schriftzüge gut zu lesen sind. Dass es bei den Ärmeln wohl besser gewesen wäre, die Bündchen andersherum anzunähen, ist mir erst bewusst geworden, als ich die Bilder sah. Nun gut, in diesem Fall muss man halt von links nach rechts lesen.

Ja, der Nähnerd in mir ärgert sich darüber ein bisschen, aber hey, nobody is perfect! Perfekt ist jedenfalls der Tragekomfort des wunderbar weichen Biobaumwolljerseys. Somit ist dieses Kleid ein absolutes Wohlfühlteil mit dem gewissen Extra.

Ich wünsche euch noch einen schönen Donnerstag! Bis demnächst, eure Janine

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KURZ ZUSAMMENGEFASST:

Stoff: Biobaumwolljersey Be The Change – Eigenproduktion für Biostoffe.at – wurde mir gratis von Biostoffe.at zum Designnähen zur Verfügung gestellt

Design: Cat Wienett

Schnittmuster: Annie vom Emmilou

FOTOS:

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Hanging Leaves Red

Wow, was für eine Farbe! Ja, ich mag Rot total gern und das Beste, es passt auch zu mir. Darum habe ich mich total gefreut, als Biostoffe.at mir diesen Stoff aus ihrer Eigenproduktion zum Vernähen zukommen ließ. Zu dieser tollen roten Farbe gesellt sich auch noch dieses zarte grafische Design in Weiß mit dem herbstlichen Namen Hanging Leaves Red dazu. Einfach perfekt!

Hanging Leaves Red besteht aus Tencel-Jersey und ist wunderbar weich und absolut angenehm zu tragen. Eine sehr feine Stoffqualität, die ich bisher noch nicht kannte. Dieser Stoff lässt sich ähnlich wie Modal einfach verarbeiten, ist aber nicht ganz so rutschig.

Ich mag Kleider sehr, doch manchmal brauche ich einfach nur ein Shirt oder einen Rock. Warum also nicht Shirt und Rock separat nähen, damit sie dann zusammen wie ein Kleid aussehen? Darum habe ich mich dieses Mal gegen ein Kleid entschieden.

Und zusammen getragen sieht es dann ohnehin wie ein Kleid aus. Finde ich total klasse! Genäht habe ich mir das Shirt/Kleid Gaia von Mirastern. Da Ober- und Rockteil durch ein Büdchen getrennt sind, habe ich genau dieses auch für die Teilung genutzt.

Das Shirt habe ich grundsätzlich nach Anleitung genäht, jedoch habe ich das Vorderteil im Bruch und nicht wie vorgesehen geteilt zugeschnitten. Für den kleinen Schlitz habe ich mir einen Beleg gebastelt. Damit ich das Shirt dennoch problemlos in Hose oder Rock stecken kann, habe ich auf das Bauchbündchen verzichtet und stattdessen um diese Breite verlängert.

Der Rock ist genau das Rockteil vom Schnittmuster mit Bauchbündchen, wobei ich das Bündchen etwas enger zugeschnitten habe, damit es gut sitzt.

Das war es für heute mit dem offiziellen Teil meines Beitrages. Ich habe jetzt noch ein paar Zeilen geschrieben, die mir aus aktuellem Anlass sehr am Herzen liegen.

Heute trage ich Rot-Weiß-Rot – die Farben unserer Nation! Das sage ich voller Stolz, auch wenn das nicht immer so war. Nicht, dass ich das Land nicht mochte. Aber, obwohl ich schon seit einer Ewigkeit hier in Österreich lebe, konnte ich mir lange Zeit nicht vorstellen, die österreichische Staatsbürgerschaft zu beantragen.

Der Beginn war recht schwierig. Zu oft legten uns damals die Behörden Steine in den Weg. Dennoch die Basis hat gestimmt und es gab Menschen, die mir eine Chance gaben und an mich glaubten. Die mir mit Respekt begegneten, weil es ihnen egal war, von wo ich her kam. Und im Laufe der Zeit kamen auch neue Freunde, ein toller Job, eine liebe Familie dazu und so wurde dieses schöne Land mein zu Hause.

Als mein Sohn dann unterwegs war, machte ich dann doch endlich den Schritt zum Amt und beantragte die Staatsbürgerschaft. Heute fühle ich mich so sehr verbunden mit all den vielen verschiedenen (auch sprachlichen) Facetten, den wunderbaren Landschaften, der Mentalität und den liebenswerten Menschen dieses großartigen Landes. Ja, ich bin heute gerne und uneingeschränkt Österreicherin!

Natürlich fehlt mir meine Heimat, die ich leider viel zu selten besuchen kann. Ich bin zwar nur aus dem Nachbarland zugereist, dennoch gab es Unterschiede, die es mir nicht immer leicht machten. Nur mit Akzeptanz und Toleranz all den fremdartigen Dingen gegenüber war es auch für mich möglich, dass es sich hier irgendwann nach Heimat angefühlt hat.

Um so weniger kann ich verstehen, dass Menschen hier einreisen und leben, und doch so wenig von diesem Land und seinen Menschen verstehen und lernen wollen. Stattdessen hassen und verachten sie alles so sehr, dass sie eine ganze Stadt in Angst und Schrecken versetzen und unschuldige Menschen ermorden. Egal wie religiös man ist, aus meiner Sicht rechtfertigen diese Taten absolut gar keine Religion.

Angesichts der dramatischen Ereignisse am Montag musste ich das einfach mal loswerden! Ganz egal, ob diese Tat verhindert hätte werden können oder nicht – wer hier in Österreich lebt und all seine Vorzüge genießt, der sollte dieses Land auch achten und respektieren. Wir sind ein demokratisches Land und wir stehen zusammen, in guten wie in schlechten Zeiten. Und mit Überzeugung kann ich sagen: I am from Austria!

In diesem Sinne wünsche euch noch eine schönes Wochenende und bis bald, eure Janine.

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Kurz zusammengefasst:

Stoff: Tencel-Jersey Hanging Leaves Red – Eigenproduktion für Biostoffe.at -wurde mir gratis von Biostoffe.at zum Vernähen zur Verfügung gestellt

Schnittmuster: Gaia von Mirastern (Rock und Shirt getrennt genäht)

Fotos:

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