Team Boho – Anleitung zum Nähen

Hallo und herzlich willkommen!

Heute zeige ich euch im Zuge des lilleMAGsewalong Schritt für Schritt, wie ihr euch das lässige Kleid Boho nähen könnt. Es gibt meistens unterschiedliche Wege, wie ein Kleidungsstück entstehen kann. Daher weicht meine Anleitung auch wieder etwas von der Kurzanleitung aus dem Lillestoff-Magazin 05/2020 ab. Aber ihr wisst ja, viele Wege führen nach Rom.

Zuschnitt und Vorbereitung:

Für euer Boho-Kleid benötigt ihr abgesehen vom Stoff noch eine Bügeleinlage. Ich verwende für Kleidung am liebsten Vlieseline H200.

Die für den Zuschnitt benötigten Schnittmusterteile 1.1 bis 1.8 (schwarze Linien) findet ihr auf dem Schnittmusterbogen A. Vergesst beim Abpausen nicht die Markierungen mitzuübertragen.

Da es sich bei den Schnittmusterteilen 1.4, 1.5 sowie 1.6 um einfache, rechteckige Streifen handelt, reicht es grundsätzlich, die Maße vom Schnittmusterbogen auszumessen. Das spart Papier und Arbeitszeit. Diese Maße bzw. die Anzahl der Streifen können dann auf einem der Schnittmusterteile vermerkt werden.

Am einfachsten lassen sich diese Streifen mit einem Rollcutter und Lineal zuschneiden. Natürlich können diese Streifen auch mit der Schere zugeschnitten werden. Vergesst beim Zuschnitt nicht auf die Naht- und Saumzugaben.

Ich füge die Nahtzugaben auch immer direkt bei den Schnittmusterteilen hinzu. Das erleichtert mir den Zuschnitt. Alle Markierungen werden mittels kleiner Knipse mit der Schere an den Rändern der Schnittmusterteile übertragen. Natürlich können diese Markierungen auch mit einem Stift aufgezeichnet werden.

Achtet beim Zuschnitt auch auf den Fadenlauf eurer Schnittmusterteile.

Die Belegteile 1.7 und 1.8 müssen noch aus Vlieseline zugeschnitten werden. Da diese Vlieseline auch in eine Richtung leicht dehnbar ist, müsst ihr beim Zuschnitt auch hier unbedingt auf den Fadenlauf achten.

Diese Schnittteile aus Vlieseline werden anschließend auf der linken Stoffseite der Belegteile aufgebügelt. Achtet darauf, dass die Klebepunkte der Belegteile aus Vlieseline nach unten gerichtet sind.

Beim Rückenteil empfehle ich euch, die seitlichen Markierungen/Knipse mit Bleistift und Lineal zu verbinden und eine Linie zu ziehen.

Hier seht ihr alle zugeschnittenen und vorbereiteten Teile – 2 gegengleiche Vorderteile, drei Belegteile, das Rückenteil, zwei Ärmel und drei Streifen für die Rüschen:

Wir legen mit dem Nähen los:

Grundsätzlich werden alle Schnittteile mit einem elastischen Stich eurer Nähmaschine oder mit einer Overlock zusammengenäht. Zum Absteppen der Ausschnittkanten genügt ein normaler Geradstich der Nähmaschine. Zuerst werden die Schulternähte geschlossen. Dazu legt ihr die beiden Vorderteile rechts auf rechts auf das Rückenteil, steckt die Schulternähte ab und näht diese zusammen.

Anschließend werden die Schulternähte auf die gleiche Weise der Belegteile zusammengenäht.

Achtet darauf, dass die Teile so wie sie hier auf dem Bild zu sehen sind, leicht versetzt zusammengesteckt und anschließend zusammengenäht werden.

So sieht nun der zusammengenähte Beleg aus, den ihr jetzt am Außenrand versäubern könnt. Dabei sollten die Schulternähte zueinander zeigen.

Nun wird das Oberteil und der Beleg zusammengenäht. Dazu werden beide Teile rechts auf rechts genau aufeinander gelegt. Fixiert zuerst die hintere Mitte und dann die Schulternähte.

Legt die Nahtzugaben der Schulternähte in entgegengesetzte Richtungen. Steckt alles zusammen und näht den Beleg füßchenbreit mit einem Geradstich an das Oberteil an.

Nun werden die Nahtzugaben der Ecken zurück- und die Rundungen eingeschnitten.

Jetzt kann der Beleg gewendet und der Ausschnitt mit einem Geradstich füßchenbreit abgesteppt werden. Dazu “putzt” ihr alle Kanten und Ecken ordentlich heraus, und steckt alles vor dem Nähen mit Stecknadeln ab.

Anschließend könnt ihr den hinteren Beleg am Rückenteil fixieren. Dazu breitet ihr das Rückenteil mit der linken Stoffseite nach oben flach vor euch aus. Streicht alles schön glatt und steckt den Beleg am Rand mit Nadeln am Rückteil fest. Näht den Beleg nun knappkantig von Schulternaht zu Schulternaht am Rückenteil mit einem Geradstich fest.

Danach werden die beiden Vorderteile übereinander gelegt und innerhalb der Nahtzugabe zusammengenäht. Dabei treffen die beiden Knipse am unteren Rand genau aufeinander.

Jetzt nehmt ihr das Rüschenteil A für das Vorderteil (SM 1.4). Um den Streifen zu kräuseln bzw. zu raffen, gibt es mehrere Möglichkeiten. Ich habe mich für das traditionelle Kräuseln entschieden. Im weiteren Verlauf der Anleitung werdet ihr noch sehen, wie man mit Hilfe eines Framilonbandes den Stoff auch noch kräuseln kann.

Zum einfachen Kräuseln stellt ihr den längsten Geradstich eurer Nähmaschine ein. Hier seht ihr meine Einstellungen.

Näht mit dieser Sticheinstellung ohne Verriegelung am oberen Rand des Streifens zwei Reihen knapp untereinander. Um an den Fäden besser ziehen zu können, lasst an beiden Enden die Fäden lang genug .

Verknotet nun auf einer Seite des Streifens die Fäden. Indem ihr an der anderen Seite der Fäden schiebt, könnt ihr nun den Streifen raffen bzw. kräuseln. Kräuselt den Stoffstreifen gleichmäßig auf die Breite des Vorderteils.

Klappt nun die gekräuselte Rüsche rechts auf rechts auf die untere Kante eures Oberteils und näht sie an.

So sieht dann das fertige Vorderteil aus, das jetzt auch die gleiche Seitenlänge wie das Rückenteil haben sollte.

Anschließend werden die Ärmel an das Oberteil angenäht. Dazu breitet ihr das Oberteil mit der Armkugel vor euch aus. Die rechte Stoffseite zeigt nach oben.

Nehmt den Ärmel und legt ihn mit der linken Stoffseite genau auf die Armkugel des Oberteils. Achtet dabei darauf, dass die Knipse übereinstimmen (2 Knipse am Vorderteil, 1 Knips direkt bei der Schulternaht, 1 Knips am Rückteil). Ebenso muss die Nahtzugabe der Schulternaht in die richtige Richtung zeigen. Anschließend näht ihr den Ärmel an eurer Oberteil an. Diesen Arbeitsvorgang wiederholt ihr auch für den anderen Ärmel.

Als nächsten Schritt zeichnet ihr auf der Innenseite des Ärmels parallel zum Ärmelsaum in ca. 8 – 10 cm Höhe eine Linie.

An dieser Linie wird nun ein Framilon- oder Gummiband angenäht. Dazu kann ein normaler Geradstich verwendet werden. Um die Länge des Bandes zu ermitteln, messt ihr nun mit Hilfe eines Maßbandes den Umfang eures Unterarmes.

Anschließend schneidet ihr zwei Bänder in der Länge des ermittelten Umfanges zu.

Nehmt nun einen Ärmel und näht das eine Ende des Bandes mit ein paar Stichen am Anfang der aufgezeichneten Linie fest. Danach steckt ihr mit einer Stecknadel das andere Ende des Bandes auf der gegenüberliegenden Seite fest.

Bevor das Band auf den Ärmel genäht wird, muss es auf die gesamte Breite des Ärmels gezogen werden. Ich halte dazu mit der linken Hand den Anfang und mit der rechten Hand das Ende des Stoffes fest. Anschließend wird das Band in diesem gedehnten Zustand genau auf der Linie festgesteppt.

So sieht nun der Ärmel aus. Näht nun in gleicher Weise auch auf dem anderen Ärmel das Band auf.

Wer dem Kleid am Rücken etwas mehr Form geben möchte, dem empfehle ich, an der bereits beim Zuschnitt eingezeichneten Linie des Rückenteils in der gleichen Art und Weise ein Framilon- oder Gummiband aufzunähen. Das geht natürlich auch nach dem Zusammennähen der Seitennähte, ist dann aber etwas schwieriger.

Um die Ärmel- und Seitennähte zu schließen, näht ihr wie auf dem Bild abgebildet alles zusammen.

Jetzt könnt ihr euer Oberteil wenden. So sieht nun euer fertiges Oberteil aus.

Für das Rockteil müsst ihr nun die zusammengehörigen Streifen der Schnittmusterteile 1.5 und 1.6 gegebenenfalls zusammennähen. Anschließend nehmt ihr den untersten Streifen 1.6 (Rüsche C) und kräuselt ihn gleichmäßig auf die Länge des Streifens 1.5 (Rüsche B). Ihr geht dabei genauso vor, wie beim Kräuseln des Streifens 1.4 (Rüsche A) für das Vorderteil. Legt den Streifen 1.5 rechts auf rechts auf den gekräuselten Streifen 1.6 und näht diesen an die geraffte Kante des Streifens 1.6 an.

Der Streifen 1.5 wird nun auf den Umfang des gesamten Oberteiles gerafft.

Anschließend wird das so entstandene Rockteil an der noch offenen Seite geschlossen.

Um den Rockteil mit dem Oberteil zu verbinden, wird zuerst am Ober- und Rockteil jeweils die vordere und hintere Mitte markiert. Danach wird das Oberteil, wie auf dem Bild zu sehen, in das Rockteil gesteckt. Dabei sollten auch die Seitennähte aufeinandertreffen. Nach dem Zusammenstecken der beiden Teile können diese nun zusammengenäht werden.

Euer Boho-Kleid ist nun fast fertig. Es muss lediglich noch an den Ärmeln und am Rockteil gesäumt werden. Das kann auf verschiedene Arten gemacht werden. Da man in den glockigen Ärmelabschluss hineinsehen kann, finde ich es besonders schön, wenn der Saum zweimal eingeschlagen und anschließend knappkantig abgesteppt wird.

Den Rocksaum habe ich zuerst mit der Overlock versäubert, dann die Saumzugabe umgeklappt und anschließend knappkantig festgenäht.

Bravo! Fertig ist euer Kleid Boho!

Ich wünsche euch viel Spaß beim Nähen und gutes Gelingen! Solltet ihr Fragen haben, schreibt mir einfach in den Kommentaren. Auch in der Facebook-Gruppe lilleMAGsewalong helfen wir einander immer weiter, natürlich auch bei Fragen zu anderen Schnittmustern aus den Lillestoff-Magazinen.

Und weil das Wetter heute wieder so schön war, konnte ich mein neues Boho-Kleid auch gleich fotografieren. Ich lasse euch mal ein paar meiner Lieblingsbilder da. Momentan fotografiert mich mein Sohn, da ich ja zur Zeit nicht ins Studio kann. Das macht er wirklich gut. Die Location ist gleich bei mir um die Ecke. Das ist zumeist ein stark besuchter Ort. Momentan ist es hier aber sehr ruhig. Bei nächster Gelegenheit werde ich euch darüber mehr erzählen.

Habt noch eine schöne Woche! Bis bald, eure Janine vom #teamboho

Habt noch eine schöne Woche! Bis bald, eure Janine vom #teamboho

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Kurz zusammengefasst:

Schnittmuster: Kleid Boho aus dem LilleMag 05/2020 – wurde mir von Lillestoff gratis zur Verfügung gestellt

Stoff: Biobaumwolljersey Abstract Bouquet – wurde mir von Lillestoff zum Designnähen gratis zur Verfügung gestellt

Verlinkt bei:

Team Sukha – Anleitung zum Nähen

Im letzten Lille-Mag No. 04/2019 findet ihr ein Yoga-/Sportset, das ich wirklich großartig finde. Wie vielleicht der eine oder andere weiß, leite ich einen Aerobic-Verein, in dem ich u.a. auch Übungen aus Pilates, Yoga & Co unterrichte. Und da ich mir ja auch meine Fitnesskleidung selber nähe, kamen mir Sukha (Hose) und Luz (Top) gerade recht.

Perfekt für dieses Set sind Modal oder Sommerbaumwolljersey. Wie ihr seht, habe ich mich für eine sehr farbenfrohe Kombi entschieden. Es handelt sich hierbei um Modalstoffe, die von enemenemeins entworfen wurden und die sich unglaublich toll miteinander kombinieren lassen. Da ich diesen Modal schon einmal vernäht hatte, wusste ich, wie klasse er ist.

Ohne weiteren Kommentar lasse ich euch jetzt einfach mal die Bilder vom Shooting da. Wie ihr sehen könnt, macht dieses Set bei den verschiedensten Übungen eine wirklich gute Figur. Nichts verrutscht, alles sitzt gut und passt perfekt!

Aber jetzt zeige ich euch, wie ich mir diese tolle Yoga-/Sporthose genäht habe. Soll heißen, dass meine Anleitung etwas von der Kurzanleitung aus dem Lille-Mag No. 04/2019 abweicht. Aber wie ihr ja wisst: Viele Wege führen nach Rom …

Grundsätzlich werden alle Schnittteile mit einem elastischen Stich eurer Nähmaschine oder mit einer Overlock zusammengenäht. Für Sukha benötigt ihr die Schnittteile 10.1 bis 10.5. vom Schnittbogen D in Schwarz.

Alle Teile werden zweimal gegengleich zugeschnitten. Die Stulpenteile 10.3 bis 10.5 werden jeweils an der Bruchkante des Stoffes ebenfalls zweimal zugeschnitten. Achtet auf den Fadenlauf! Die Nahtzugaben müsst ihr noch dazugeben. Wie man sehen kann, habe ich die Nahtzugabe bereits bei meinen Papierschnittmusterteilen berücksichtigt.

Achtet darauf, dass ihr alle Knipse auf eure Stoffteile übertragt!

Für das Bauchbündchen schneidet ihr noch einen 10 cm breiten und ca. eurer Taillenweite entsprechenden Streifen plus Nahtzugaben zu. Hier seht ihr nun alle zugeschnittenen Teile.

Zuerst näht ihr das obere und untere Schnittteil für die beiden Hosenbeine zusammen.

Dazu legt ihr die Markierungen/Knipse genau übereinander, klappt das Ober- auf das Unterteil, steckt diese fest und näht diese Naht.

So sieht nun das fertig genähte Hosenbein aus. Diese Arbeitsschritte wiederholt ihr auch für das andere Hosenbei.

Jetzt werden die Falten am Hosenbein genäht. Dazu nehmt ihr euch euer Schnittteil und legt es auf euer Hosenbein. Insgesamt gibt es 6 Markierungen, die ich von rechts nach links von 1 bis 6 nummeriere.

Zuerst legt ihr Markierung Nr. 2 auf Nr. 4 und steckt diese Falte fest.

Im zweiten Schritt legt ihr die Markierung Nr. 6 auf Nr. 1 und steckt alles gut fest.

Jetzt fixiert ihr diese Falte mit einem Geradstich eurer Nähmaschine innerhalb der Nahtzugabe. Diese Arbeitsschritte wiederholt ihr beim zweiten Hosenbein, allerdings müsst ihr dann die Markierungen von links nach rechts zählen.

Als nächstes werden die Schritte zusammengenäht.

Dazu legt ihr die beiden Hosenbeine rechts auf rechts aufeinander und steckt sie jeweils am vordern und hinteren Schritt zusammen.

Achtet darauf, dass die beiden Nahtzugaben der Teilungsnaht am hinteren Schritt genau aufeinandertreffen und jeweils in entgegengesetzte Richtungen zeigen.

Jetzt näht ihr die vordere und hintere Schrittnaht zusammen.

Anschließend dreht ihr die Hosenbeine so herum, dass nun die Innennähte der Beine aufeinandertreffen, steckt diese mit Stecknadeln ab und näht alles in einem Rutsch zusammen. Achtet darauf, dass die beiden Schritte in der Mitte genau zusammenpassen.

So sieht nun das fertige Hosenteil aus.

Für die Stulpen nimmst du zuerst die beiden Schnittteile 10.5, legst sie jeweils rechts auf rechts in den Bruch und steckst die oberen Kanten zusammen.

Danach schließt ihr diese oberen Kanten und wendet diese.

Legt nun das Schnittteil 10.3 mit der rechten Stoffseite nach oben aufgeklappt vor euch hin.

Anschließend werden nun die Schnitteile 10.4 und 10.5, so wie auf diesem Bild zu sehen, auf eine Hälfte des Schnittteils 10.3. gelegt, wobei die beiden Enden von 10.4 und 10.5 genau auf die Markierung treffen.

Nun nehmt ihr die andere Hälfte des Schnittteils 10.3 und klappt dieses genau über die Hälfte mit Schnitteile 10.4 und 10.5.

Jetzt steckt ihr dieses “Sandwich” mit Stecknadeln zusammen, wobei ihr darauf achten müsst, dass alle Kanten der Schnittteile genau aufeinandertreffen, und näht diese zusammen.

Solltet ihr so wie ich mit einer Overlock nähen, sichert die Fadenenden am Bruch, in dem ihr mit Hilfe einer Stopfnadel diese Fäden in die Nahtzugaben zieht.

Nun könnt ihr eure Stulpen wenden und schon mal anprobieren. Wenn diese zu weit oder zu lang sind, könnt ihr sie jetzt noch anpassen.

Um die Stulpen mit den Hosenbeinen zu verbinden, legt ihr das Hosenteil und die Stulpen am besten so vor euch hin, dass alles schon in die richtige Richtung zeigt. Denn nichts ist ärgerlicher, wenn ihr die Stulpe mit dem Hosenbein verbunden habt, und dann feststellen müsst, dass die Ferse falsch herum angenäht ist.

Jetzt dreht ihr die Stulpe so nach oben, dass sie rechts auf rechts am Innenbein liegt, und fixiert diese von innen mit einer Stecknadel an der inneren Beinnaht.

Jetzt wird alles gewendet, so dass die Stulpen jeweils im Inneren der Hosenbeine sind. Am besten “viertelt” ihr jeweils die Hosenbeine und die Stulpen und steckt die Stecknadeln der jeweiligen “Viertel” zusammen.

Näht nun die Stulpen mit den Hosenbeinen jeweils rundherum zusammen. Dabei müsst ihr die Stulpen jeweils auf die Mehrweite der Hosenbeine dehnen.

Hier seht ihr nun die fast fertige Hose. Jetzt fehlt nur noch das Bauchbündchen.

Legt die offenen Seiten des Bauchbündchens zu einem Ring aufeinander und markiert einerseits mit Stecknadeln die Mitte und andererseits die Öffnung für das einzuziehende Gummiband.

Jetzt näht ihr mit einem Geradstich, wie auf dem Bild abgebildet, die offenen Enden des Bauchbündchens zusammen, dabei lasst ihr das Stück für die Öffnung aus. Verriegelt die Nähte der Öffnung besonders gut.

Jetzt faltet ihr das Bündchen der Länge nach links auf links zusammen und markiert mit Stecknadeln die Viertel. Ebenso “viertelt” ihr am oberen Rand die Hose.

Jetzt wird die Hose gewendet und das Bauchbündchen an die rechte Seite in die Hose gesteckt. Steckt die geviertelten Markierungen genau über die Markierungen des Bündchens zusammen. Dabei solltet ihr unbedingt darauf achten, dass die Öffnung des Bauchbündchens nach innen zeigt.

Näht nun das Bauchbündchen an eure Hose an, wobei ihr auch hier darauf achten müsst, dass das Bauchbündchen auf die Mehrweite der Hose dehnt wird.

Mit Hilfe einer Sicherheitsnadel zieht ihr nun das Gummiband durch eure Öffnung ein. Am besten probiert ihr die Hose an und steckt die beiden Enden des Gummibandes in eurer gewünschten Weite mit der Sicherheitsnadeln zusammen.

Schneidet das Gummiband in eurer Wunschlänge ab. Danach näht ihr mit einem Zick-Zackstich die beiden Enden des Gummibandes zusammen und kürzt eventuelle Überstände. Achtet darauf, dass das Gummiband nicht verdreht ist.

Verschließt nun die Öffnung per Hand mit Nadel und Faden.

Fertig ist eure Sukha!

Ich hoffe sehr, dass ihr gut mit dieser Anleitung zurechtkommt. Und wir vom Team Sukha und Team Luz freuen uns schon riesig auf eure Yoga-/Sportsets.

Viel Spaß beim Nachnähen, eure Janine.

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Kurz zusammengefasst:

Schnittmuster Hose: Sukha
Schnittmuster Top: Luz (Die Anleitung dafür findet ihr bei Von Mäusen und Nähten)
beides aus dem Lillestoff-Magazin 04/2019 – wurde mir von Lillestoff gratis zur Verfügung gestellt und ist auch bei Biostoffe.at erhältlich

Stoffe Hose: Modal Flora gelb und Modal Flora pink/orange von Lillestoff
Stoff Top: Modal Flora del Aqua von Lillestoff
alle Stoffe bei Biostoffe.at geshoppt

Fotos von:

Logo Gerl
Fotos: Fotogeschichten Gerl

Team Skyd – Anleitung zum Nähen

Hallo, hier ist Team Skyd mit der Anleitung zum Nähen im Gepäck! In diesem Beitrag zeige ich euch anhand dieser Bild-Text-Anleitung, wie ihr euch diesen genialen Fake-Kragen aus dem Lillestoff-Magazin No. 04/2019 nähen könnt.

Skyd ist ein klasse Nähprojekt, das ihr mit wenigen Zutaten im Handumdrehen fertig gestellt habt. Das Schnittmuster findet ihr auf dem Schnittbogen C, und zwar braucht ihr die Schnittteile 9.1, 9.2, 9.3 und 9.4 (blau). Ihr benötigt für den Oberkragen Summersweat und für den Unterkragen dazupassenden Jersey. Mit ca. 40 cm für jede Stoffart solltet ihr das Auslangen finden. So lassen sich auch ganz prima Stoffreste bestens verwerten.

Außerdem benötigt ihr noch etwas Bügeleinlage (z.B. H200) für den Unterkragen, ein schmales Gummiband zum Befestigen und Haken und Öse zum Verschließen des Kragens. Wenn ihr euren Kragen auch mit Paspel nähen möchtet, dann benötigt ihr noch ca. 1 m passendes Paspelband.

Zuschnitt und Vorbereitung:
Ihr schneidet den Oberkragen (9.1) aus dem Oberstoff zweimal gegengleich und den Unterkragen (9.2) einmal aus dem Oberstoff sowie einmal aus der Bügeleinlage jeweils zweimal gegengleich zu. Das Vorderteil schneidet ihr einmal aus dem Ober- und Unterstoff jeweils im Bruch zu. Das Rückenteil schneidet ihr einmal aus dem Ober- und Unterstoff jeweils zweimal gegengleich zu. Vergesst nicht die Nahtzugabe!

Anschließend bügelt ihr das Bügelflies auf die Schnittteile des Unterkragens.

Übertragt die Knipse von den Schnittmusterteilen auf eure Zuschnitte.

Wir nähen:
Als erstes werden die Kragenteile zusammengenäht. Solltet ihr euren Kragen auch mit Paspelband nähen wollen, muss dieses Band zuerst an der Außenkante des Unterkragens angenäht werden. Dazu steckt ihr zuerst das Paspelband auf die rechte Außenseite eures Unterkragens.

Anschließend näht ihr das Paspelband an den Unterkragen genau auf der Naht des Paspelbandes an. Das klappt am besten mit einem Reißverschlussfüßchen.

Schneidet die Überstände des Paspelbandes einfach ab!

Jetzt legt ihr den Unterkragen mit dem angenähten Paspelband rechts auf rechts auf den Oberkragen und steckt diese zwei Teile zusammen. Achtet auf die Übereinstimmung der Knipse!

Näht jetzt den Unter- und Oberkragen zusammen. Damit die zuvor genähte Paspelnaht verdeckt wird, müsst ihr darauf achten, dass diese Naht knapp links von der zuvor genähten Paspelnaht verläuft.

Danach schneidet ihr die Nahtzugabe zurück und …

… wendet den Kragen.

Jetzt steckt ihr den Ober- und Unterkragen mit Stecknadeln zusammen …

… und steppt diesen knappkantig auf der Oberstoffseite ab.

Diese Arbeitsschnitte wiederholt ihr auch für das zweite Kragenteil.

Nun näht ihr die Schulternähte des Vorder- und Rückenteils vom Oberstoff zusammen.

Breitet anschließend das zusammengenähte Vorder- und Rückenteil aus, legt die Kragenteile ausgehend von der Mitte auf den Ausschnitt und steckt die Teile mit Stecknadeln fest.

Nun näht ihr die Kragenteile an den Ausschnitt fest. Achtet dabei darauf, dass die Kragenteile in der Mitte eng aneinander liegen.

Näht auch das Vorder- und Rückenteil des Unterstoffes an den Schulternähten zusammen und breitet das zusammengenähte Teil mit der linken Stoffseite nach unten vor euch aus.

Legt jetzt das zuvor genähte Kragenteil aus dem Oberstoff auf das Unterteil und steckt es ausgehend von den Knipsen an der rückwärtigen Mitte an den Ausschnitt mit Stecknadeln zusammen.

Damit die Schulternaht schön glatt bleibt, achtet darauf, dass beim Zusammentreffen der Schulternähte die jeweiligen Nahtzugaben in entgegengesetzte Richtungen zeigen.

Näht mit einem Geradstich ausgehend vom rückwärtigen Knips diese beiden Kragenteile rundherum zusammen, wobei auch diese Naht links von der Naht der Kragenteile verlaufen muss.

Danach schneidet ihr die Nahtzugaben an den Ecken zurück und kürzt die Nahtzugabe etwas.

Steckt nun beide Teile an der äußeren Kante zusammen und …

… näht mit der Overlock oder mit der Nähmaschine einmal rundherum.

Wendet den Fake-Kragen durch eine der verbliebenen Öffnungen an der rückwärtigen Mitte.

Zum Schluss müsst ihr noch die beiden Öffnungen der rückwärtigen Mitte miteinander verbinden bzw. verschließen. Dazu legt ihr eine Oberstoffhälfte des Kragens auf die andere.

Jetzt fasst ihr die beiden Teile des Schlitzes vom Oberstoff und steckt diese mit Stecknadeln zusammen.

Näht nun die Öffnung des Oberteiles zusammen, und zwar bis zum Beginn des Knips bzw. bis zum Ende, soweit es euch möglich ist.

So sieht diese Naht von innen aus bzw. …

… von außen aus.

Übrig bleibt noch die rückwärtige Öffnung des Unterstoffes, welche ihr nun per Hand verschließen müsst.

Dazu steckt ihr den Schlitz mit Stecknadeln so von der rechten Seite des Stoffes zusammen, dass die Nahtzugaben der beiden Seiten nach innen zeigen.

Jetzt müsst ihr diese Öffnung nur noch mit Nadel und Faden mittels eines Matratzstiches verschließen.

Ebenso werden per Hand der Haken und die Öse an die oberen Enden der Innenseite des Rückenteiles angenäht.

Damit der Fake-Kragen beim Tragen nicht verrutscht, solltet ihr noch ein Gummiband vom Vorder- zum Rückteil annähen. Dazu probiert ihr euren Fake-Kragen an und markiert die Stellen unter dem Arm, wo das Gummiband angebracht werden soll. Dieses Gummiband könnt ihr entweder per Hand oder mit der Nähmaschine annähen.

So sieht nun mein fertiger Kragen aus. Da ich noch eine hübsche Schleife übrig hatte, habe ich diese hier noch am Kragen angebracht. Ihr könnt euren Kragen natürlich auch gerne beplotten, besticken oder mit einem Pin verziehren usw.

Ich hoffe sehr, dass euch die Anleitung gut durch dieses tolle Projekt begleitet und bin schon extrem gespannt auf eure Werke.

Im Anschluss an die Anleitung lasse ich euch noch ein paar Bilder meines Fake-Kragens Skyd samt dazu passendem Outfit da. Mir gefällt diese Kombination mit dem Kurzpulli und dem Fake-Shirt, das quasi unterhalb hervorschaut, außerordentlich gut.

Kurz zusammengefasst:

Schnittmuster:
Fake-Kragen: Skyd aus dem Lillestoff-Magazin 04/2019 – wurde mir von Lillestoff gratis zur Verfügung gestellt – auch bei Biostoffe.at erhältlich!

Cropped Hoodie von nude – ohne Kapuze, mit angepasstem Ausschnitt

Stoffe:
Fake-Kragen: Oberstoff Summersweat Jördis (Design von Katrin Riedl/et voilà) von Lillestoff, Unterstoff Biobaumwolljersey in Schwarz von Lillestoff
beide Stoffe bei Biostoffe.at geshoppt!

Cropped Hoodie: Summersweat in Schwarz, Bündchen in Rot – beide Stoffe aus meinem Vorrat

-Dieser Beitrag enthält Werbung-

Fotos von:

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Fotos: Fotogeschichten Gerl

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