Ein letzter Gruß vom Sommer?

Ein letzter Gruß vom Sommer? Nein, noch ist es nicht soweit! Und weil auch diese Woche das Wetter so schön warm ist, macht es mir gleich doppelt so viel Freude, euch noch ein Sommerkleid zu zeigen. Dieses Kleid hat mich auch in unseren Urlaub nach Italien begleitet. Denn eines ist klar, die Italiener verstehen was von Mode und da wollte ich abends richtig schön angezogen sein.

Und ich denke mit diesem Schätzchen ist mir das auch gelungen. Oder was sagt ihr? Ich bin jedenfalls total begeistert vom Schnittmuster, das ihr übrigens in der Ottobre 2/2020 findet. Allerdings ist dieses Linienwirrwarr auf den Schnittmusterbögen eine echte Herausforderung. Mit pinkem Leuchtstift musste ich mir die Linien zuerst markieren, um nicht die Orientierung zu verlieren.

In den Stoff war ich schockverliebt, als ich ihn sah. Hier in der Grazer Innenstadt gibt es ein recht überteuertes Stoffgeschäft inklusive unfreundlicher Bedienung, in dem ich darum nur selten einkaufen gehe. Allerdings war diese Stoffschönheit im Sale und entsprach somit auch meinen preislichen Vorstellungen.

Schon beim Ausarbeiten des Schnittmusters war mir klar, dass dieses Kleid weniger aufwendig aussieht, als es tatsächlich ist. Es verbergen sich jede Menge Details und es sind doch immer die Kleinigkeiten, auf die es ankommt. Besonders hübsch finde ich den vorderen Tropfenausschnitt samt gerafftem Halsausschnittband. An dessen Enden befinden sich kleine Knopfschlingen samt Knöpfe. Ein bisschen Fingerspitzengefühl braucht es schon für diese kleinen Schlingen, aber am Ende zählt nur das Ergebnis.

Das Kleid ist auch deswegen recht aufwendig zu nähen, da es innen komplett gefüttert ist. Hier habe ich für euch ein paar Bilder vom Kleid, wie es von der Innenseite aussieht. Auch wenn man das hellgrüne Futter von außen nicht sehen kann, vermittelt es mir ein total gutes Gefühl. Genauso wie schöne Unterwäsche, wenn ihr versteht, was ich meine.

Soweit ich beim Kauf des Stoffes beim Ballen erkennen konnte, handelt es sich bei der Qualität um ein Viskose-Leinen-Gemisch. Einen Hersteller kann ich euch leider nicht sagen. Dafür kann ich euch verraten, dass dieser Stoff total angenehm zu tragen ist und auch nicht so schnell zerknittert wie reines Leinen. Aber ohne Bügeln geht natürlich auch hier nichts.

Und mit der Aussicht auf ein schönes Wochenende verabschiede ich mich von euch. Macht es gut und bis bald! Dann heißt es vielleicht doch: Ein letzter Gruß vom Sommer?

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Kurz zusammengefasst:

Schnittmuster: Halterneck-Kleid Ottobre 2/2020
Stoff: Viskose-Leinen-Gemisch – Hersteller unbekannt

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Graffiti

Endlich läuft mein Blog wieder!! Fragt mich nicht, was Schuld war. Nach etlichen Aktualisierungen, lief auf einmal wieder alles. Ach, bin ich froh darüber, denn heute möchte ich euch etwas Besonderes zeigen! Darf ich vorstellen? Das ist Graffiti!

Graffiti ist ein unfassbar tolles Design, das Biostoffe.at exklusiv bei Lillestoff für sich drucken hat lassen. Ich bin so begeistert! Die irrgartenähnliche geometrische Anordnung der Streifen finde ich mega interessant und die leuchtenden Farben samt Schattierungen verbreiten einfach nur gute Laune.

Mit diesem Design ist man kleidungstechnisch absolut nicht gebunden. Es passt zu einem Kleid oder Rock genauso gut wie zu einem Shirt oder einer Hose – alles ist mit Graffiti möglich. Außerdem ist er vollkommen unisex. Ob Frau, Mann oder Kind- Graffiti passt einfach jedem!

Damit auch alle Nähträume verwirklicht werden können, hat Biostoffe.at Graffiti aber nicht nur auf Biobaumwolljersey drucken lassen, sondern auch auf feinste Popeline. Damit kommen auch alle Liebhaber von Webware voll und ganz auf ihre Kosten.

Da ich ja ein bekennender Fan der Popeline von Lillestoff bin und schon einige Projekt daraus verwirklicht habe, wie z.B. hier oder hier, habe ich mich zum Vernähen für diese Webware entschieden. Aufgrund ihrer Leichtigkeit ist sie perfekt geeignet für meinen Ballonrock.

Beim Schnittmuster bin ich vom Kinderschnittmuster Ballonrock von Konfetti Patterns ausgegangen. Ich musste eigentlich nur bei Gr. 164 die Länge für mich anpassen. Der Rock gefällt mir richtig gut! Und da ich für das Innenfutter dehnbaren Futterstoff statt Baumwolljersey verwendet habe, kann ich diesen Rock auch an kühleren Tagen gut über eine Leggins tragen. Diesen Rock nähe ich mir bestimmt noch öfters.

Genießt die schönen Sommertage! Bis bald und alles Liebe, eure Janine.

P.S. Mehr Infos zum Oberteil findet ihr hier!

Kurz zusammengefasst:

Stoff: Popeline Graffiti, produziert für Biostoffe.at von Lillestoff – wurde mir von Biostoffe.at zum Designnähen gratis zur Verfügung gestellt.

Schnittmuster:
Ballonrock von Konfetti Patterns (Länge wurde von mir angepasst) – hier gefunden

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Lillelimo

Es gibt Designs, in die ich mich auf den ersten Blick verliebe. Genau so war es bei diesem wunderbar sommerlichen Design namens Lillelimo. Hübsche Zitronen tanzen verspielt in Schwarz-Weiß vor meinen Augen herum! So richtig herrlich sommerlich!

Lillelimo ist ein Design von der wunderbaren Pamela alias enemenemeins. Ich bin wieder einmal begeistert, was für ein tolles Gespür die liebe Pamela hat. Frisch und fröhlich, also ganz nach meinem Geschmack. Dieses Design passt einfach absolut zu mir.

Schon seit einiger Zeit druckt Lillestoff viele wunderschöne Designs auch auf Webware, die natürlich ebenso aus feinster Biobaumwolle hergestellt wird. Auch der von mir vernähte Lillelimo wurde auf Popeline gedruckt. Er ist aber auch auf Baumwolljersey erhältlich – man hat also die Wahl!

So hab ich es gemacht

Ein Schnittmuster brauchte ich für dieses Kleid nicht. Es besteht nur aus Rechtecken, die gesmokt, gekräuselt und verziert wurden. Für das Oberteil habe ich den Stoff über die ganze Breite mit der Nähmaschine gesmokt. Dazu wird als Unterfaden ein sogenannter Unterfadengummi händisch auf die Unterfadenspule gewickelt. Wie das genau funktioniert und wie man dann smokt, findet ihr hier in diesem Video von Pattydoo.

Nach dem ich den Stoff für das Oberteil bis zur Taille gesmokt hatte, brauchte ich nur noch die Länge für die zweite Stufe des Kleides festlegen. Für die Breite der zweiten Stufe ging ich von der Breite der ersten Stufe (ca. 1,40 m) aus und multiplizierte dieses Maß mit dem Faktor 1,5. Danach wird die komplette Breite der zweiten Stufe auf die Breite der ersten Stufe gekräuselt und dieser gekräuselte Streifen an die erste Stufe angenäht.

Hier seht ihr die einzelnen Stufen mit meinen Zirkalängen. Die Höhe hängt jeweils von eurer Körpergröße bzw. von euren Maße ab.
Skizze vom gemokten Oberteil mit Stufe 1 und der gekräuselten 2 Stufe.

Bevor ich die rückwärtige Naht schloss, versäuberte ich noch die obere Stoffkante, klappte den Stoff 1 cm um und steppte alles knappkantig ab. Durch den dadurch entstandenen Tunnel habe ich ein 0,7 mm breites Gummiband eingezogen. Für die Träger habe ich jeweils 4 Streifen mit ca. 5 cm Breite und ca. 40 cm Länge zugeschnitten. Bevor ich jeweils 2 Streifen für einen Träger rechts auf rechts zusammennähte, steckte ich noch ein Spitzenband an die Ränder (siehe Skizze).

Skizze Träger

Nach dem Wenden der Träger musste ich diese nur noch am Kleid positionieren und den Saum mit Spitzenbänder verziehen. Durch das Smoken ist alles ganz wunderbar elastisch. Somit ist das Einnähen eines Reißverschlusses nicht notwendig. Den Petticoat habe ich nicht selbst genäht. Der ist ein Fundstück aus einem Secondhand-Shop. Ich musste ihn lediglich etwas kürzen.

Vielleicht habt ihr ja jetzt auch Lust bekommen, euch so ein tolles Kleid zu nähen. Schon seitdem ich den Petticoat habe, wollte ich mir etwas Passendes dazu nähen. Und was soll ich sagen, ich bin mega happy mit diesem Ergebnis!

Habt noch einen schönen Donnerstag! Bis bald!

Kurz zusammengefasst:

Stoff:
Webware Popeline aus Biobaumwolle Lillelimo (Design von enemenemeins) – wurde mir gratis von Lillestoff zur Verfügung gestellt

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