Team Boho – Anleitung für Webware

Heute zeige ich euch mein Boho-Kleid, das ich mir aus Popeline, also aus Webware genäht habe. Nachdem ich mir meine erste Boho aus Jersey genäht hatte, war ich mir ziemlich sicher, dass das funktioniert.

Und weil ich in der lilleMAGsewalong-Gruppe auch schon gefragt wurde, wie ich das genau gemacht habe, erzähle ich euch in diesem Beitrag mehr davon.

Das ist zu beachten:

Bevor ihr mit dem Zuschneiden und Nähen eurer Boho aus Webware beginnt, solltet ihr mindestens einmal das Kleid aus Jersey o.Ä., also aus elastischen Stoffen für euch genäht haben. Habt ihr genug Platz darin und sitzt das Kleid auch nicht zu eng, könnt ihr bei dieser Größe bleiben. Ansonsten rate ich, eher die nächst größere Größe zuzuschneiden.

Achtet beim Zuschneiden darauf, dass die Nahtzugaben entsprechend anzupassen sind, denn Webware muss mit der Nähmaschine zusammengenäht werden. Wenn man Webware nur mit der Overlock zusammennäht, wird der Stoff ausreißen bzw. ausbrechen. Also richtet sich die Nahtzugabe danach, wie breit euer Nähfüßchen ist. Erst nach dem Zusammennähen mit der Nähmaschine werden die Nähte mit der Overlock oder mit einem Zick-Zack-Stich versäubert. Hier auf diesem Bild ist zu sehen, wie eine solche Naht fertig aussieht. Die untere Naht ist der Geradstich von der Nähmaschine und oben sieht man die Overlocknaht.

Wie auf dem kommenden Bild zu sehen, habe ich die Schulternaht auch noch mit einem einfachen Geradstich von der rechten Stoffseite abgesteppt. Das finde ich persönlich sehr hübsch, ist aber keine Notwendigkeit.

Der Mini-Patternhack:

Bei meiner Boho aus diesem wunderbaren Popeline habe ich mich für einen Mini-Patternhack entschieden. Ich habe das Rückenteil um die Länge der “ersten” Stufe des Vorderteils gekürzt.

Nehmt dafür das Schnittmusterteil vom Rücken (1.2) und zeichnet in Höhe der seitlichen Markierung eine gerade Linie.

Schneidet diesen Teil ab. Später könnt ihr diesen Teil wieder ankleben.

Jetzt könnt ihr das Oberteil mit dem gekürzten Rückenteil zuschneiden. Näht nun das Oberteil bis auf die Ärmel, genau wie in meiner Anleitung beschrieben, zusammen. Danach schließ ihr die Seitennähte des Oberteils.

Wir nähen das “gehackte” Rockteil:

Für die erste Rüsche A des Rockteils müssen zuerst die Maße der beiden Streifen zusammengerechnet werden. Da das abgeschnittene Schnittmusterteil des Rückenteils im Bruch zugeschnitten wird, müsst ihr dieses Maß verdoppeln. Zu diesem Maß rechnet ihr die Länge des Streifens für das Vorderteil (1.4), also demnach: Streifen vom Rückenteil (1.2) x 2 + Streifen Vorderteil (1.4), ergibt die Länge, die ihr für eure erste Rüsche zuschneiden müsst.

Die übrigen Streifen schneidet ihr laut den Schnittmusterteilen 1.5 und 1.6 zu. Zur Orientierung könnt ihr euch auch hier an meine Anleitung “Zuschnitt und Vorbereitung” halten.

Die Streifen 1.4 (inkl. Streifen vom Rückenteil), 1.5 und 1.6 werden nun wie folgt zum Rock zusammengenäht:
Als Erstes müsst ihr die zusammengehörigen Streifen der Schnittmusterteile 1.5 und 1.6 gegebenenfalls zusammennähen.

Anschließend nehmt ihr den untersten Streifen 1.6 (Rüsche C) und kräuselt ihn gleichmäßig auf die Länge des Streifens 1.5 (Rüsche B).

Legt danach den Streifen 1.5 rechts auf rechts auf den gekräuselten Streifen 1.6 und näht diesen an die geraffte Kante des Streifens 1.6 an. 

Jetzt wird der Streifen 1.5 auf die Länge des oberen Streifens (1.4 + 2 x Rückenteil) gekräuselt und ebenso angenäht.

So sieht nun der Rockteil aus.

Nun muss nur noch das Rockteil an der obersten Kante auf den Umfang des Oberteils gekräuselt werden. Anschließend klappt ihr die Stoffstreifen rechts auf rechts übereinander und schließt die noch offene Seitennaht. Damit die Nahtzugaben in die richtige Richtung zeigen, näht man am besten von unten nach oben den Rock zusammen.

Markiert nun am Rock- sowie am Oberteil jeweils die vordere und hintere Mitte sowie die Seitennähte.

Schiebt nun das Oberteil wie auf den Bildern zu sehen in das Rockteil.

Steckt nun das Oberteil mit dem Rockteil an den jeweiligen Markierungen rechts auf rechts fest und näht alles rundherum zusammen.

Wenn ihr wollt, könnt ihr, so wie ich das gemacht habe, genau auf dieser Nahtzugabe ein gedehntes Framilon- bzw. Gummiband aufnähen. Dadurch sitzt das Kleid an dieser Stelle etwas enger. Schneidet das Framilon- oder Gummiband um ca. 20 % kürzer zu, als der Umfang an dieser Stelle beträgt. Viertelt nun dem Umfang des Kleides und markiert auch das Band dementsprechend.

Beginnt nun an einer Seitennaht mit dem Aufnähen des Bandes. Näht den Anfang des Bandes mit ein paar Stichen fest. Anschließend steckt ihr das erste Viertel des Bandes auf das erste Viertel eures Kreisumfanges.

Jetzt zieht ihr das Band auf die geviertelte Länge eures Kreisumfanges und näht das Band mit einem Geradstich auf der Nahtzugabe fest. Diesen Vorgang wiederholt ihr auch noch für die anderen drei Viertel.

Ärmel vorbereiten und einsetzen:

Als nächsten Schritt zeichnet ihr auf der Innenseite des Ärmels parallel zum Ärmelsaum in ca. 8 – 10 cm Höhe eine Linie. An dieser Linie wird nun ein Framilon- oder Gummiband angenäht. Die genaue Vorgehensweise findet ihr ebenfalls in meiner “Jersey-Anleitung”.

So sollten nun die fertig gerafften Ärmel aussehen.

Bevor ihr die Ärmelnähte schließt, empfehle ich zum Einhalten, die Armkugeln mit einem großen Geradstich (siehe Einstellungen meiner Maschine) innerhalb der Nahtzugabe abzusteppen.

Danach könnt ihr nun die Ärmelnähte schließen.

Legt nun den Ärmel neben euer Oberteil und achtet dabei darauf, dass die Knipse übereinstimmen (2 Knipse am Vorderteil, 1 Knips direkt bei der Schulternaht, 1 Knips am Rückteil).

Jetzt stülpt ihr das Ärmelloch des Oberteiles über den Ärmel und steckt genau an den Knipsen die Ärmelkugel rechts auf rechts an das Ärmelloch fest. Näht nun langsam den Ärmel an euer Oberteil an, Achtet darauf, dass alles schön glatt liegt. Sollten kleine Fältchen während des Nähen entstehen, dann lasst die Nadel im Stoff stecken, hebt das Nähfüßchen und streicht den Stoff wieder glatt. Nun noch das Ganze auf der anderen Seite und ihr seid schon fast fertig.

Zu guter Letzt braucht ihr nur noch eure Ärmel und den Rock säumen. Dazu schlage ich den Saum doppelt ein und steppe ihn knappkantig ab.

Fertig ist nun eure Boho aus Webware!

Oh, ich bin schon so gespannt auf eure Boho-Kleider aus Webware. Und vergesst nicht, in der Facebook-Gruppe lilleMAGsewalong eure Werke zu zeigen. Dort findet ihr auch immer Hilfe, natürlich auch bei Fragen zu anderen Schnittmustern aus den Lillestoff-Magazinen.

Mein Boho-Kleid aus diesem Popeline trägt sich wie ein lauer Sommerwind. Ich mag diese Webware total und freue mich schon auf weitere Projekte aus diesen Stoffen. Das Design mit dem Namen Riesenpunkte Aquarell wurde von Susalabim entworfen und gibt es in acht verschiedenen Farbstellungen.

Aber ich habe mir aus diesem Popeline nicht nur dieses wunderbare Kleid genäht. Da Lillestoff mir auch etwas Ausschussware überlassen hatte, konnte ich noch viele weitere Behelfsmasken nähen. Da ich diese Masken alle samt gratis weitergebe, kamen mir diese Reste wie gerufen. Vielen herzlichen Dank an dieser Stelle an Lillestoff. Es macht Sinn, Gesundheit und Nachhaltigkeit unter einen Hut zu bringen. Ganz abgesehen davon, eignet sich dieser Stoff perfekt für solche Masken und man trägt feinste Bioqualität.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachnähen. In diesem Sinne bleibt schön gesund! Und auch diese Woche lautet das Motto: Zusammen näht man weniger allein!

Bis bald, Eure Janine

-Dieser Beitrag beinhaltet Werbung-

KURZ ZUSAMMENGEFASST:

Schnittmuster: Kleid Boho aus dem LilleMag 05/2020 – wurde mir von Lillestoff gratis zur Verfügung gestellt

Stoff: Popeline Aquarell Riesenpunkte in Blau, Design: Susalabim – wurde mir von Lillestoff zum Designnähen gratis zur Verfügung gestellt

VERLINKT BEI:

Lille.MAGsewalong No. 3 – #teambundet – Wir starten

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Seit Anfang April läuft der lilleMAGsewalong no. 3 und nun starten wir mit 3 weiteren Schnittmustern in die nächste Runde. Vom 01.06. bis 15.07.2019 nähen wir Lindra, Bundet und Ligado. Wir, das sind die liebe Christina von Käferlgeschäft und ich, begrüßen euch herzlichst beim #teambundet. Wir freuen uns auf die gemeinsame Zeit und stehen für Fragen gerne zur Verfügung. 

Hier noch ein kleiner Überblick zum Ablauf des Sewalongs, welchen ich mir erlaubt habe, vom Lille-Blog für euch zu kopieren:

“01. – 15. Juni Materialwahl: In dieser Zeit habt ihr die Möglichkeit die Stoffe und das Zubehör für eure Nähprojekte zu beschaffen.

15. Juni – 05. Juli: Zuschnitt und Nähen. Ihr näht gemeinsam mit euren Teamleitern und Teammitgliedern euer Bundet. Die Teamleiter begleiten euch mit Tipps, Bildern und teilweise sogar mit Videos und stehen euch für Fragen gerne zur Verfügung.

In der Zeit vom 05. – 15. Juli könnt ihr eure fertigen Nähwerke fotografieren und entweder im Album in der lilleMAGsewalong Gruppe einstellen, mit dem entsprechenden Team-Hashtag auf Instagram posten oder aber per Mail senden, wenn ihr selbst kein Facebook oder Instagram habt, aber gerne wollt, dass wir euer fertiges Werk zeigen.”

Somit befinden wir uns also ganz am Anfang. Ihr benötigt jetzt einerseits das lille.Mag No. 3, und zwar genauer gesagt den Schnittmusterbogen A, und andererseits natürlich den richtigen Stoff. 

Wie schon im lille.MAG No. 3 erwähnt, wird Bundet vorzugsweise aus Baumwolljersey, Slubjersey oder Modal genäht. Wir sind schon ganz gespannt, für welche Stoffe ihr euch entscheiden werdet.

Das Shirt ist wirklich schnell genäht. Eine komplette Nähanleitung dazu wird es dann im Step 2 geben. Dazu habe ich mir schon einiges überlegt.

Wie ihr seht, habe ich mich für einen schlichten, grauen Slubjersey entschieden. Mein Bundet habe ich zusätzlich noch mit dieser tollen Plotter-Datei wirkungsvoll aufgehübscht. Passend zum Blattgrün des Pandaplotts habe ich das Bindeband für die rechte Schulter ebenfalls in Grün genommen.

Diese traumhaft schöne Panda-Datei habe ich von der wunderbaren Birgit von Selbermachen macht glücklich erhalten. Sie ist in Kooperation mit der großartigen Gisela Dürr alias Tante Gisi entstanden. Diese Datei und noch weitere tolle Motive findet ihr hier.

Die liebe Birgit hat mir für euch diese Plotterdatei zur Verfügung gestellt, und ihr könnt diesen wunderbaren Panda gewinnen! Was müsst ihr dafür tun? Ganz einfach!

Zum Mitmachen hinterlasst ihr einfach einen Kommentar. Ich freue mich, wenn ihr meine Seite abonniert habt und auch den Seiten von Selbermachen macht glücklich und Tante Gisi folgt.

Aus allen Kommentaren zu diesem Beitrag sowie den Beiträgen auf Facebook und Instagram verlose ich am 03.06.2019 um 20 Uhr jeweils eine Datei und gebe die glücklichen Gewinner auf Facebook und Instagram bekannt. Ich wünsche euch viel Glück!

Teilnahmeberechtigt sind natürliche Personen ab dem 18. Lebensjahr. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der Gewinn wird nicht bar ausgezahlt. Die Gewinner müssen sich innerhalb von 2 Tagen nach Gewinnerbekanntgabe bei mir melden, ansonsten verfällt der Gewinn, und es erfolgt eine neue Ziehung. Für die Dauer des Gewinnspiels werden die Daten gespeichert. Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt sich der Teilnehmer damit einverstanden, im Gewinnfall namentlich auf meiner Facebook- und Instagramseite veröffentlicht zu werden.

An dieser Stelle gilt mein ganz besonderer Dank der lieben Christin von Knopfkönigin, die ich letztes Wochenende besuchen durfte. Bei diesem Besuch ist dieses tolle Shirt samt Plott und Fotos entstanden. Tausend Dank, du Liebe!!

Alles Liebe und bis bald sage ich und das #teambundet 😘

Kurz zusammengefasst:

Schnittmuster: Bundet – Lillestoff Magazin No. 3 – wurde mir von Lillestoff gratis zur Verfügung gestellt

Stoff: grauer Slubjersey – Herkunft unbekannt (gut abgelagert aus meinem Stoffbestand)

Plotterdatei Panda – wurde mir von Selbermachen macht glücklich im Zuge des Probeplottens gratis zur Verfügung gestellt

Verlinkt bei:

https://freutag.blogspot.com

Lille.Magsewalong No. 3 – #teamsamlet – Anleitung zum Nähen

Zuschnitt und Vorbereitung der einzelnen Schnittteile:

Herzlich willkommen im #teamsamlet. Ich habe für euch meine einzelnen Arbeitsschritte zusammengestellt, die eventuell etwas von der Anleitung aus dem LilleMAG No. 3 abweichen können. Denn es gibt viele Wege, die dennoch alle zum gleichen Ergebnis führen. Hier seht ihr nun meinen Weg.

Zuerst zeichnest du dir deine Schnittteile 12.1, 12.2 und 12.3 aus dem Schnittmusterbogen D ab. Wie du hier erkennen kannst, schneide ich mir diese Teile immer schon mit meiner Naht- und Saumzugabe aus.

Nun schneidest du dir alle Teile gemäß dem Lille.Mag No. 3 zu. Übertrage nach dem Zuschnitt auch alle Knipse, entweder mit kleinen Einschnitten oder zeichne sie mit einem Stift auf die linke Seite des Stoffes auf.

Anschließend zeichnest du noch mit Hilfe eines Lineals und Stiftes die Abnäher auf die linke Stoffseite des Rückteils.

So sieht nun das fertig vorbereitete Rückteil aus.

Hier siehst du die zugeschnittenen Teile vom Vorderteil.

Nach dem Zuschnitt des mittleren Vorderteils schneidest du nun den Beleg von deinem Schnittteil ab.

Danach schneidest du den Beleg ebenfalls im Bruch zu. Eine Nahtzugabe an den äußeren Rändern ist nicht erforderlich.

So sieht nun der zugeschnittene Beleg aus.

Anschließend schneidest du auch noch den Beleg aus Vlieseline zu. Ich verwende hier Vlieseline H200. Diese hat die Eigenschaft, in der Breite elastisch zu sein. Darauf solltest du beim Zuschnitt unbedingt achten.

Hier siehst du nun den fertigen Vlieseline-Beleg.

Nun legst du deinen Vlieseline-Beleg auf die linke Stoffseite deines Beleges. Achte darauf, dass die raue Seite der Vlieseline auf der linken Stoffseite liegt, da sich auf dieser rauen Seite der Vlieseline die Klebepunkte befinden. Danach presst du dein Bügeleisen Stück für Stück ohne Dampf mit der richtigen Temperatur und Dauer auf dein Beleg-Sandwich.

Am Rand der Vlieseline findest du Informationen, wie heiß bzw. wie lange du die Vlieseline auf den Stoff aufbügeln solltest.

Zum Einfassen des rückwärtigen Halsausschnittes und der Armausschnitte benötigst du noch Streifen mit einer Breite von 2,5 cm, die gegen den Fadenlauf zugeschnitten werden.

Rückenteil:

Zuerst nähst du die Abnäher. Dazu faltest du den Abnäher im Bruch und …

… steckst ihn mit Stecknadeln entlang der Linie zusammen.

Achte darauf, dass die Stecknadeln die Linie der anderen Seite genau treffen.

Jetzt nähst du von der oberen Spitze bis hin zur unteren Spitze den Abnäher mit einem Geradstich genau entlang der vorgezeichneten Linie. Verriegele den Anfang und das Ende gut und schneide die Fäden mit einer Länge von mindestens 10 cm ab.

Diese Fadenenden verknotest du anschließend und schneidest die Fäden über dem Knoten ab. Dabei solltest du darauf achten, dass du den Knoten nicht durchschneidest.

Hier kannst du den kleinen Überstand der Fäden gut erkennen.

Diesen Vorgang wiederholst du noch beim zweiten Abnäher. Danach bügelst du die Abnäher zur rückwärtigen Mitte.

Jetzt misst du den rückwärtigen Halsausschnitt aus und multiplizierst die ausgemessene Länge mit dem Faktor 0,9. Anschließend rechnest du zu dieser Länge noch 4 cm dazu. Mein Rechenbeispiel: 19 cm x 0,9 = 17,1 cm + 4 cm = 21,1 cm

Jetzt schneidest du von deinem 2,5 cm langen Streifen die so ermittelte Länge ab. Anschließend zeichnest du die Mitte des Streifens ein. Jetzt musst du nur noch die Hälfte der mit dem Faktor 0,9 errechneten Länge links und rechts von der Mitte aus einzeichnen. In jedem Fall sollte links und rechts der Überstand 2 cm betragen.

Nun steckst du diesen Streifen rechts auf rechts auf den rückwärtigen Halsausschnitt und zwar so, dass die erste Markierung mit dem Beginn des Halsausschnittes übereinstimmt.

Anschließend nähst du diesen Streifen mit deiner Nähmaschine oder Overlock an den rückwärtigen Halsausschnitt an. Dabei musst du die Länge des Einfassstreifens auf die Länge des Halsausschnittes leicht dehnen. Auf dem oberen Bild kannst du sehen, dass sich der untenliegende Halsausschnitt leicht wellt.

Hier siehst du den angenähten Einfassstreifen am Halsausschnitt.

Das Video zeigt dir nun die genauen Arbeitsschritte, wie der Einfassstreifen weiter verarbeitet wird.

Vorderteil:

Jetzt steckst du das seitliche Vorderteil an das mittlere Vorderteil.

Beginne dabei am besten bei den zwei mittigen Knipsen und stecke von dort aus nach unten bzw. nach oben die Teile zusammen. Nähe nun diese Teile zusammen.

Nach dem Zusammennähen nimmst du ein seitliches Vorderteil und faltest diese mittig.

Nun steckst du diese Strecke bis zu den Knipsen mit Stecknadeln zusammen. Ich habe das Ende mit einer längsliegenden Stecknadel markiert.

Nun nähst du mit einem Geradstich deiner Nähmaschine das seitliche Vorderteil zusammen. Verriegele das Ende besonders gut. Dies Arbeitsschritte wiederholst du noch auf der anderen Seite.

Beleg:

Nimm den vorbereiteten Beleg. Damit du ganz genau den mittigen Punkt deines V-Ausschnittes beim Annähen triffst, kannst du dir genau die Nahtlinien auf deinen Beleg aufzeichnen.

Lege den so vorbereiteten Belegt rechts auf rechts genau auf den Ausschnitt deines Vorderteils und stecke ihn mit Stecknadeln fest.

Nähe nun mit einem Geradstich deiner Nähmaschine den Beleg genau auf der aufgezeichneten Linie auf den Ausschnitt des Vorderteils.

Schneide nun die Nahtzugabe des V-Ausschnitts mit einer Schere bis knapp vor der Naht ein.

Anschließend kannst du noch mit der Overlock oder deiner Nähmaschine die Außenkanten des Beleges versäubern.

Solltest du den Beleg mit der Overlock versäubert haben, kannst du unter Zuhilfenahme einer großen Stopfnadel die Overlockraupe in die Nahtzugabe ziehen. So ist diese Naht nicht nur ordentlich gesichert, sondern sieht auch sauber aus.

Schlage nun den Beleg nach innen.

Jetzt steckst du nur den unteren Teil des Beleges mit Stecknadeln von der rechten Seite fest.

Bevor der Beleg abgesteppt wird, schließt du die Schulternähte. Dazu legst du die Schulterteile von Rücken- und Vorderteil übereinander und steckst sie vom Armausschnitt ausgehend zusammen. Achte darauf, dass der rückwärtige Halsausschnitt nur bis zum Beginn des Beleges geht und nicht darüber hinausragt.

Nähe nun die Schulternähte innerhalb der Nahtzugabe bis zum Beleg zusammen.

Klappe nun den Beleg so um den rückwärtigen Halsausschnitt, dass dieser mit der Schulternaht bündig abschließt. Die Nahtzugabe des Beleges zeigt ebenfalls in Richtung Armausschnitt.

Nähe nun mit der Overlock oder mit deiner Nähmaschine vom Ausschnitt ausgehend Richtung Armausschnitt den Beleg an die Schulternaht. Anschließend solltest du die Overlockraupe wieder mit einer Stopfnadel innerhalb der Nahtzugabe sichern.

Klappe jetzt den Beleg über die Schulternaht und stecke ihn von der rechten Seite fest.

In diesem Video siehst du nochmal alle Arbeitsschritte für die Schulternaht mit Belege

Diesen Vorgang wiederholst du nun auch auf der anderen Seite. Anschließend steckst du den Beleg rundherum fest.

Nun steppst du den Ausschnitt füßchenbreit, ausgehend von der rechten Schulternaht rundherum sauber ab.

Fertig ist der V-Ausschnitt!

Fertigstellung:

Lege die Seitennähte der Vorder- und Rückenteile übereinander, stecke sie zusammen und nähe sie anschließend mit der Overlock oder einem elastischen Stich zusammen.

Jetzt werden die Armausschnitte versäubert. Dazu misst du die Länge des Armausschnittes und multiplizierst diese Länge mit dem Faktor 0,9. Anschließend schneidest den 2,5 cm breiten Streifen auf diese Länge plus Nahtzugabe zu. Nähe diesen Streifen mit einem Geradstich zu einem Kreis zusammen.

Diesen Streifen musst du nun vierteln. Am besten markierst du dir die einzelnen Viertel mit Stecknadeln.

Bei deinem Armausschnitt gehst du genau so vor, viertelst ihn und markierst mit Stecknadeln das jeweilige Viertel.

Anschließend steckst du den geviertelten Streifen rechts auf rechts so auf den Armausschnitt, dass die jeweiligen Stecknadeln der einzelnen Viertel aufeinander treffen. Dabei sollte die Naht des Streifens mit der Achselnaht übereintreffen. Naturgemäß sind die einzelnen Viertel des Streifens etwas kürzer als der Armausschnitt.

Nähe den Streifen leicht gedehnt an den Armausschnitt an. Dabei gehst du genauso vor, wie beim Einfassen des rückwärtigen Halsausschnittes.

Wie auch beim Einfassen des rückwärtigen Halsausschnittes schlägst du nun den Streifen um die Nahtzugabe, klappst diese anschließend nach innen und steckst den Streifen mit Stecknadeln fest. Nähe den Streifen genau wie beim Halsausschnitt knappkantig mit der Nähmaschine fest.

Diesen Vorgang wiederholst du auch beim anderen Armausschnitt und schon sind deine Armausschnitte wunderschön versäubert.

Für das Bindeband schneidest du dir gemäß Anleitung einen Streifen mit 3 cm Breite und 20 cm Länge zu. Falte ihn der Länge nach mittig rechts auf rechts und stecke ihn mit Stecknadeln zusammen.

Dann nähst du diesen Streifen der Länge nach zusammen. Sofern du mit der Overlock genäht hast, musst du nun noch deine Overlockraupen an beiden Enden sichern, in dem du wieder mit einer großen Stopfnadel die Fäden durch die Nahtzugabe ziehst.

Nimm eine Sicherheitsnadel und stecke sie an einem Ende deines Streifens fest.

Zum Wenden des Bandes schiebst du nun die Sicherheitsnadel in den Tunnel deines Bandes und fädelst sie bis zum anderen Ende durch.

Damit das Band zum Waschen des Kleides geöffnet werden kann, ist es sinnvoll, an beiden Enden Kam Snaps oder Ähnliches anzubringen.

Schiebe nun die Enden deines Bindebandes jeweils von außen durch die Öffnungen der seitlichen Vorderteile und schließe es. Solltest du keine Kam Snaps verwenden wollen, so kannst du das Band natürlich auch zusammennähen.

Jetzt brauchst du den Stoff nur noch etwas drapieren.

Zu guter Letzt muss das Kleid noch gesäumt werden. Dazu versäuberst du den Saum mit der Overlock, ….

… schlage den Saum anschließend um deine Saumbreite nach innen …

… und steppe ihn mit der Nähmaschine möglichst weit oben am Saum ab. Natürlich kannst du dein Kleid auch mit einer Zwillingsnadel deiner Nähmaschine oder mit einer Coverlock säumen.

Fertig ist deine wunderschöne Samlet!

Ich hoffe, ich konnte euch die einzelnen Arbeitsschritte gut darstellen und wünsche euch gutes Gelingen. Ich freue mich schon riesig auf all eure Kleider im #teamsamlet.

Wir sehen uns dann wieder zum 3. Schritt des lille.MAGsewalong no. 3 – dem Fotografieren deines fertigen Werkes und dem Posten.

Habt noch eine schöne Zeit beim lille.MAGsewalong no. 3 und bis bald, eure Janine.

P.S. Für alle, die noch mitmachen wollen – hier findet ihr das Lille.Mag No. 3 und natürlich eine unendlich schöne Auswahl an Stoffen.