Lille.MAGsewalong No. 3 – #teambundet – Wir starten

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Seit Anfang April läuft der lilleMAGsewalong no. 3 und nun starten wir mit 3 weiteren Schnittmustern in die nächste Runde. Vom 01.06. bis 15.07.2019 nähen wir Lindra, Bundet und Ligado. Wir, das sind die liebe Christina von Käferlgeschäft und ich, begrüßen euch herzlichst beim #teambundet. Wir freuen uns auf die gemeinsame Zeit und stehen für Fragen gerne zur Verfügung. 

Hier noch ein kleiner Überblick zum Ablauf des Sewalongs, welchen ich mir erlaubt habe, vom Lille-Blog für euch zu kopieren:

“01. – 15. Juni Materialwahl: In dieser Zeit habt ihr die Möglichkeit die Stoffe und das Zubehör für eure Nähprojekte zu beschaffen.

15. Juni – 05. Juli: Zuschnitt und Nähen. Ihr näht gemeinsam mit euren Teamleitern und Teammitgliedern euer Bundet. Die Teamleiter begleiten euch mit Tipps, Bildern und teilweise sogar mit Videos und stehen euch für Fragen gerne zur Verfügung.

In der Zeit vom 05. – 15. Juli könnt ihr eure fertigen Nähwerke fotografieren und entweder im Album in der lilleMAGsewalong Gruppe einstellen, mit dem entsprechenden Team-Hashtag auf Instagram posten oder aber per Mail senden, wenn ihr selbst kein Facebook oder Instagram habt, aber gerne wollt, dass wir euer fertiges Werk zeigen.”

Somit befinden wir uns also ganz am Anfang. Ihr benötigt jetzt einerseits das lille.Mag No. 3, und zwar genauer gesagt den Schnittmusterbogen A, und andererseits natürlich den richtigen Stoff. 

Wie schon im lille.MAG No. 3 erwähnt, wird Bundet vorzugsweise aus Baumwolljersey, Slubjersey oder Modal genäht. Wir sind schon ganz gespannt, für welche Stoffe ihr euch entscheiden werdet.

Das Shirt ist wirklich schnell genäht. Eine komplette Nähanleitung dazu wird es dann im Step 2 geben. Dazu habe ich mir schon einiges überlegt.

Wie ihr seht, habe ich mich für einen schlichten, grauen Slubjersey entschieden. Mein Bundet habe ich zusätzlich noch mit dieser tollen Plotter-Datei wirkungsvoll aufgehübscht. Passend zum Blattgrün des Pandaplotts habe ich das Bindeband für die rechte Schulter ebenfalls in Grün genommen.

Diese traumhaft schöne Panda-Datei habe ich von der wunderbaren Birgit von Selbermachen macht glücklich erhalten. Sie ist in Kooperation mit der großartigen Gisela Dürr alias Tante Gisi entstanden. Diese Datei und noch weitere tolle Motive findet ihr hier.

Die liebe Birgit hat mir für euch diese Plotterdatei zur Verfügung gestellt, und ihr könnt diesen wunderbaren Panda gewinnen! Was müsst ihr dafür tun? Ganz einfach!

Zum Mitmachen hinterlasst ihr einfach einen Kommentar. Ich freue mich, wenn ihr meine Seite abonniert habt und auch den Seiten von Selbermachen macht glücklich und Tante Gisi folgt.

Aus allen Kommentaren zu diesem Beitrag sowie den Beiträgen auf Facebook und Instagram verlose ich am 03.06.2019 um 20 Uhr jeweils eine Datei und gebe die glücklichen Gewinner auf Facebook und Instagram bekannt. Ich wünsche euch viel Glück!

Teilnahmeberechtigt sind natürliche Personen ab dem 18. Lebensjahr. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der Gewinn wird nicht bar ausgezahlt. Die Gewinner müssen sich innerhalb von 2 Tagen nach Gewinnerbekanntgabe bei mir melden, ansonsten verfällt der Gewinn, und es erfolgt eine neue Ziehung. Für die Dauer des Gewinnspiels werden die Daten gespeichert. Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt sich der Teilnehmer damit einverstanden, im Gewinnfall namentlich auf meiner Facebook- und Instagramseite veröffentlicht zu werden.

An dieser Stelle gilt mein ganz besonderer Dank der lieben Christin von Knopfkönigin, die ich letztes Wochenende besuchen durfte. Bei diesem Besuch ist dieses tolle Shirt samt Plott und Fotos entstanden. Tausend Dank, du Liebe!!

Alles Liebe und bis bald sage ich und das #teambundet 😘

Kurz zusammengefasst:

Schnittmuster: Bundet – Lillestoff Magazin No. 3 – wurde mir von Lillestoff gratis zur Verfügung gestellt

Stoff: grauer Slubjersey – Herkunft unbekannt (gut abgelagert aus meinem Stoffbestand)

Plotterdatei Panda – wurde mir von Selbermachen macht glücklich im Zuge des Probeplottens gratis zur Verfügung gestellt

Verlinkt bei:

https://freutag.blogspot.com

Lille.Magsewalong No. 3 – #teamsamlet – Anleitung zum Nähen

Zuschnitt und Vorbereitung der einzelnen Schnittteile:

Herzlich willkommen im #teamsamlet. Ich habe für euch meine einzelnen Arbeitsschritte zusammengestellt, die eventuell etwas von der Anleitung aus dem LilleMAG No. 3 abweichen können. Denn es gibt viele Wege, die dennoch alle zum gleichen Ergebnis führen. Hier seht ihr nun meinen Weg.

Zuerst zeichnest du dir deine Schnittteile 12.1, 12.2 und 12.3 aus dem Schnittmusterbogen D ab. Wie du hier erkennen kannst, schneide ich mir diese Teile immer schon mit meiner Naht- und Saumzugabe aus.

Nun schneidest du dir alle Teile gemäß dem Lille.Mag No. 3 zu. Übertrage nach dem Zuschnitt auch alle Knipse, entweder mit kleinen Einschnitten oder zeichne sie mit einem Stift auf die linke Seite des Stoffes auf.

Anschließend zeichnest du noch mit Hilfe eines Lineals und Stiftes die Abnäher auf die linke Stoffseite des Rückteils.

So sieht nun das fertig vorbereitete Rückteil aus.

Hier siehst du die zugeschnittenen Teile vom Vorderteil.

Nach dem Zuschnitt des mittleren Vorderteils schneidest du nun den Beleg von deinem Schnittteil ab.

Danach schneidest du den Beleg ebenfalls im Bruch zu. Eine Nahtzugabe an den äußeren Rändern ist nicht erforderlich.

So sieht nun der zugeschnittene Beleg aus.

Anschließend schneidest du auch noch den Beleg aus Vlieseline zu. Ich verwende hier Vlieseline H200. Diese hat die Eigenschaft, in der Breite elastisch zu sein. Darauf solltest du beim Zuschnitt unbedingt achten.

Hier siehst du nun den fertigen Vlieseline-Beleg.

Nun legst du deinen Vlieseline-Beleg auf die linke Stoffseite deines Beleges. Achte darauf, dass die raue Seite der Vlieseline auf der linken Stoffseite liegt, da sich auf dieser rauen Seite der Vlieseline die Klebepunkte befinden. Danach presst du dein Bügeleisen Stück für Stück ohne Dampf mit der richtigen Temperatur und Dauer auf dein Beleg-Sandwich.

Am Rand der Vlieseline findest du Informationen, wie heiß bzw. wie lange du die Vlieseline auf den Stoff aufbügeln solltest.

Zum Einfassen des rückwärtigen Halsausschnittes und der Armausschnitte benötigst du noch Streifen mit einer Breite von 2,5 cm, die gegen den Fadenlauf zugeschnitten werden.

Rückenteil:

Zuerst nähst du die Abnäher. Dazu faltest du den Abnäher im Bruch und …

… steckst ihn mit Stecknadeln entlang der Linie zusammen.

Achte darauf, dass die Stecknadeln die Linie der anderen Seite genau treffen.

Jetzt nähst du von der oberen Spitze bis hin zur unteren Spitze den Abnäher mit einem Geradstich genau entlang der vorgezeichneten Linie. Verriegele den Anfang und das Ende gut und schneide die Fäden mit einer Länge von mindestens 10 cm ab.

Diese Fadenenden verknotest du anschließend und schneidest die Fäden über dem Knoten ab. Dabei solltest du darauf achten, dass du den Knoten nicht durchschneidest.

Hier kannst du den kleinen Überstand der Fäden gut erkennen.

Diesen Vorgang wiederholst du noch beim zweiten Abnäher. Danach bügelst du die Abnäher zur rückwärtigen Mitte.

Jetzt misst du den rückwärtigen Halsausschnitt aus und multiplizierst die ausgemessene Länge mit dem Faktor 0,9. Anschließend rechnest du zu dieser Länge noch 4 cm dazu. Mein Rechenbeispiel: 19 cm x 0,9 = 17,1 cm + 4 cm = 21,1 cm

Jetzt schneidest du von deinem 2,5 cm langen Streifen die so ermittelte Länge ab. Anschließend zeichnest du die Mitte des Streifens ein. Jetzt musst du nur noch die Hälfte der mit dem Faktor 0,9 errechneten Länge links und rechts von der Mitte aus einzeichnen. In jedem Fall sollte links und rechts der Überstand 2 cm betragen.

Nun steckst du diesen Streifen rechts auf rechts auf den rückwärtigen Halsausschnitt und zwar so, dass die erste Markierung mit dem Beginn des Halsausschnittes übereinstimmt.

Anschließend nähst du diesen Streifen mit deiner Nähmaschine oder Overlock an den rückwärtigen Halsausschnitt an. Dabei musst du die Länge des Einfassstreifens auf die Länge des Halsausschnittes leicht dehnen. Auf dem oberen Bild kannst du sehen, dass sich der untenliegende Halsausschnitt leicht wellt.

Hier siehst du den angenähten Einfassstreifen am Halsausschnitt.

Das Video zeigt dir nun die genauen Arbeitsschritte, wie der Einfassstreifen weiter verarbeitet wird.

Vorderteil:

Jetzt steckst du das seitliche Vorderteil an das mittlere Vorderteil.

Beginne dabei am besten bei den zwei mittigen Knipsen und stecke von dort aus nach unten bzw. nach oben die Teile zusammen. Nähe nun diese Teile zusammen.

Nach dem Zusammennähen nimmst du ein seitliches Vorderteil und faltest diese mittig.

Nun steckst du diese Strecke bis zu den Knipsen mit Stecknadeln zusammen. Ich habe das Ende mit einer längsliegenden Stecknadel markiert.

Nun nähst du mit einem Geradstich deiner Nähmaschine das seitliche Vorderteil zusammen. Verriegele das Ende besonders gut. Dies Arbeitsschritte wiederholst du noch auf der anderen Seite.

Beleg:

Nimm den vorbereiteten Beleg. Damit du ganz genau den mittigen Punkt deines V-Ausschnittes beim Annähen triffst, kannst du dir genau die Nahtlinien auf deinen Beleg aufzeichnen.

Lege den so vorbereiteten Belegt rechts auf rechts genau auf den Ausschnitt deines Vorderteils und stecke ihn mit Stecknadeln fest.

Nähe nun mit einem Geradstich deiner Nähmaschine den Beleg genau auf der aufgezeichneten Linie auf den Ausschnitt des Vorderteils.

Schneide nun die Nahtzugabe des V-Ausschnitts mit einer Schere bis knapp vor der Naht ein.

Anschließend kannst du noch mit der Overlock oder deiner Nähmaschine die Außenkanten des Beleges versäubern.

Solltest du den Beleg mit der Overlock versäubert haben, kannst du unter Zuhilfenahme einer großen Stopfnadel die Overlockraupe in die Nahtzugabe ziehen. So ist diese Naht nicht nur ordentlich gesichert, sondern sieht auch sauber aus.

Schlage nun den Beleg nach innen.

Jetzt steckst du nur den unteren Teil des Beleges mit Stecknadeln von der rechten Seite fest.

Bevor der Beleg abgesteppt wird, schließt du die Schulternähte. Dazu legst du die Schulterteile von Rücken- und Vorderteil übereinander und steckst sie vom Armausschnitt ausgehend zusammen. Achte darauf, dass der rückwärtige Halsausschnitt nur bis zum Beginn des Beleges geht und nicht darüber hinausragt.

Nähe nun die Schulternähte innerhalb der Nahtzugabe bis zum Beleg zusammen.

Klappe nun den Beleg so um den rückwärtigen Halsausschnitt, dass dieser mit der Schulternaht bündig abschließt. Die Nahtzugabe des Beleges zeigt ebenfalls in Richtung Armausschnitt.

Nähe nun mit der Overlock oder mit deiner Nähmaschine vom Ausschnitt ausgehend Richtung Armausschnitt den Beleg an die Schulternaht. Anschließend solltest du die Overlockraupe wieder mit einer Stopfnadel innerhalb der Nahtzugabe sichern.

Klappe jetzt den Beleg über die Schulternaht und stecke ihn von der rechten Seite fest.

In diesem Video siehst du nochmal alle Arbeitsschritte für die Schulternaht mit Belege

Diesen Vorgang wiederholst du nun auch auf der anderen Seite. Anschließend steckst du den Beleg rundherum fest.

Nun steppst du den Ausschnitt füßchenbreit, ausgehend von der rechten Schulternaht rundherum sauber ab.

Fertig ist der V-Ausschnitt!

Fertigstellung:

Lege die Seitennähte der Vorder- und Rückenteile übereinander, stecke sie zusammen und nähe sie anschließend mit der Overlock oder einem elastischen Stich zusammen.

Jetzt werden die Armausschnitte versäubert. Dazu misst du die Länge des Armausschnittes und multiplizierst diese Länge mit dem Faktor 0,9. Anschließend schneidest den 2,5 cm breiten Streifen auf diese Länge plus Nahtzugabe zu. Nähe diesen Streifen mit einem Geradstich zu einem Kreis zusammen.

Diesen Streifen musst du nun vierteln. Am besten markierst du dir die einzelnen Viertel mit Stecknadeln.

Bei deinem Armausschnitt gehst du genau so vor, viertelst ihn und markierst mit Stecknadeln das jeweilige Viertel.

Anschließend steckst du den geviertelten Streifen rechts auf rechts so auf den Armausschnitt, dass die jeweiligen Stecknadeln der einzelnen Viertel aufeinander treffen. Dabei sollte die Naht des Streifens mit der Achselnaht übereintreffen. Naturgemäß sind die einzelnen Viertel des Streifens etwas kürzer als der Armausschnitt.

Nähe den Streifen leicht gedehnt an den Armausschnitt an. Dabei gehst du genauso vor, wie beim Einfassen des rückwärtigen Halsausschnittes.

Wie auch beim Einfassen des rückwärtigen Halsausschnittes schlägst du nun den Streifen um die Nahtzugabe, klappst diese anschließend nach innen und steckst den Streifen mit Stecknadeln fest. Nähe den Streifen genau wie beim Halsausschnitt knappkantig mit der Nähmaschine fest.

Diesen Vorgang wiederholst du auch beim anderen Armausschnitt und schon sind deine Armausschnitte wunderschön versäubert.

Für das Bindeband schneidest du dir gemäß Anleitung einen Streifen mit 3 cm Breite und 20 cm Länge zu. Falte ihn der Länge nach mittig rechts auf rechts und stecke ihn mit Stecknadeln zusammen.

Dann nähst du diesen Streifen der Länge nach zusammen. Sofern du mit der Overlock genäht hast, musst du nun noch deine Overlockraupen an beiden Enden sichern, in dem du wieder mit einer großen Stopfnadel die Fäden durch die Nahtzugabe ziehst.

Nimm eine Sicherheitsnadel und stecke sie an einem Ende deines Streifens fest.

Zum Wenden des Bandes schiebst du nun die Sicherheitsnadel in den Tunnel deines Bandes und fädelst sie bis zum anderen Ende durch.

Damit das Band zum Waschen des Kleides geöffnet werden kann, ist es sinnvoll, an beiden Enden Kam Snaps oder Ähnliches anzubringen.

Schiebe nun die Enden deines Bindebandes jeweils von außen durch die Öffnungen der seitlichen Vorderteile und schließe es. Solltest du keine Kam Snaps verwenden wollen, so kannst du das Band natürlich auch zusammennähen.

Jetzt brauchst du den Stoff nur noch etwas drapieren.

Zu guter Letzt muss das Kleid noch gesäumt werden. Dazu versäuberst du den Saum mit der Overlock, ….

… schlage den Saum anschließend um deine Saumbreite nach innen …

… und steppe ihn mit der Nähmaschine möglichst weit oben am Saum ab. Natürlich kannst du dein Kleid auch mit einer Zwillingsnadel deiner Nähmaschine oder mit einer Coverlock säumen.

Fertig ist deine wunderschöne Samlet!

Ich hoffe, ich konnte euch die einzelnen Arbeitsschritte gut darstellen und wünsche euch gutes Gelingen. Ich freue mich schon riesig auf all eure Kleider im #teamsamlet.

Wir sehen uns dann wieder zum 3. Schritt des lille.MAGsewalong no. 3 – dem Fotografieren deines fertigen Werkes und dem Posten.

Habt noch eine schöne Zeit beim lille.MAGsewalong no. 3 und bis bald, eure Janine.

P.S. Für alle, die noch mitmachen wollen – hier findet ihr das Lille.Mag No. 3 und natürlich eine unendlich schöne Auswahl an Stoffen.

lille.MAGsewalong no. 02 – Team Kjole #Step 2 – Wir nähen

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Hallo, liebe Teammitglieder vom #teamkjole!

Heute geht es mit dem Nähen los. Auch hier habe ich für euch meine einzelnen Arbeitsschritte zusammengestellt, die etwas von der Anleitung aus dem LilleMAG No. 2 abweichen können. Denn wie schon erwähnt, gibt es viele Wege, die trotzdem zu ein und demselben Ergebnis führen. Hier seht ihr nun meinen Weg.

Als erstes nähen wir die Abnäher der Quetschfalten. Dazu legt ihr die Knipse bzw. Linien der Abnäher so übereinander, dass der Stoff rechts auf rechts liegt. Dann nehmt euch ein paar Stecknadel. Mit denen steckt ihr nun die Linie der Naht ab.

Achtet darauf, dass die Stecknadeln auf der rückwärtigen Seite genau auf die zweite Linie der Quetschfalte treffen! Nun näht ihr entlang der Linie und verriegelt diese.

Anschließend legt ihr die so entstanden Falte genau mittig zur Naht und steckt sie fest.

Knappkantig, also innerhalb deiner Nahtzugabe, näht ihr nun die Falte fest. So kann bei der weiteren Verarbeitung nichts mehr verrutschen. Diese Vorgänge wiederholt ihr nun auch bei der zweiten Falte.

Als nächstes werden die Bindebänder zusammengenäht. Dazu legt ihr das jeweilige Bindeband rechts auf rechts zusammen und steckt es mit Stecknadeln fest. Mit einem Geradstich näht ihr diese entlang der unteren kurzen und der langen Seite zusammen – exakt bis zum Ende (Kreuzungspunkt) der zuvor eingezeichneten Linie.

Danach werden die Nahtzugaben der Ecken klappkantig abgeschnitten.

Anschließend wendet ihr die Bindebänder und putzt die Ecken schön heraus.

So sollte nun das vordere Oberteil aussehen.

Auf das Vorderteil legt ihr nun das obere Rückenteil, steckt die Schulternähte fest, und näht sie entweder mit der Overlock oder einem elastischen Stich eurer Nähmaschine zusammen.

Als nächsten Schritt nehmt ihr die zwei Belegteile und näht diese ebenfalls zusammen. Dabei solltet ihr darauf achten, dass die Nahtzugaben, so wie ihr es auf dem unteren Bild seht, leicht versetzt sind.

Das ist deshalb notwendig, denn wenn ihr den Beleg nach dem Zusammennähen aufklappt, sollten die Kanten der beiden Belege genau aufeinandertreffen.

Hier seht ihr nun den zusammengenähten Beleg.

Jetzt legt ihr das Oberteil so aufgeklappt, wie auf dem Bild zu sehen vor euch hin.

Danach legt ihr den zusammengenähten Beleg exakt über den Ausschnitt eures Oberteiles und steckt alles mit Stecknadeln fest.

Achtet darauf, dass die Nahtzugaben der Schulternähte des Oberteiles und des Beleges in entgegengesetzte Richtungen zeigen. Das erleichtert das Zusammennähen.

Nun näht ihr den Beleg ausgehend von der hinteren Mitte füßchenbreit an euren Ausschnitt an, sofern das mit eurer Nahtzugabenbreite übereinstimmt.

Nach dem Annähen des Beleges schneidet ihr die Nahtzugabe des V-Ausschnittes mit einer scharfen Schere bis knapp vor der Naht ein. Passt aber auf, dass ihr nicht die Naht durchschneidet!

Nun solltet ihr die Außenkante des Beleges entweder mit der Overlock oder dem Zick-Zack-Stich deiner Nähmaschine versäubern. Überprüft vorher noch, ob die Nahtzugaben der Schulternähte in die richtige Richtung zeigen.

Jetzt könnt ihr den Beleg nach innen wenden, bügeln und mit Stecknadeln rundherum fixieren.

Danach steppt ihr den Ausschnitt ebenfalls füßchenbreit, wieder ausgehend von der hinteren Mitte, sauber ab.

Den Beleg könnt ihr entweder mit ein paar Stichen an die Schulternähte fixieren, oder aber ihr macht es so wie ich und näht den Beleg im rückwärtigen Ausschnittbereich mit der Nähmaschine fest. Dazu streicht ihr den rückwärtigen Beleg schön glatt und steckt ihn mit Nadeln an das Rückenteil fest. Dabei solltet ihr darauf achten, dass sich auch die Schulternähte exakt treffen. Anschließend näht ihr mit der Nähmaschine den Beleg von innen an das Rückenteil an, beginnend von der rechten Schulternaht klappkantig entlang an der Außenkante des Beleges.

Hier seht ihr nun das Rückenteil mit dem abgesteppten rückwärtigen Beleg.

Als nächstes nehmt ihr den Ärmel und steckt ihn an das Ärmelloch, beginnend vom Schulterpunkt bis hin zu den Knipsen, welche die Vorder- bzw. Rückseite markieren. Ich habe das hier mit Stecknadeln markiert. Die zwei nebeneinanderliegenden Knipse des Ärmels gehören zu den beiden Knipsen am Vorderteil und der eine Knips gehört zum Rückenteil. Nun näht ihr den Ärmel sorgfältig mit eurer Overlock oder einem elastischen Stich eurer Nähmaschine an.

Anschließend könnt ihr nun in einem Rutsch Ärmel- und Seitennähte schließen. Achtet darauf, dass sich die Achselpunkte genau treffen!

So sollte jetzt euer fertiges Oberteil aussehen.

Nun legt ihr eure Rockteile rechts auf rechts und schließt die Seitennähte.

Alle, die so wie ich den Rock gerne füttern möchten, schneiden nun mit den Rockschnittmusterteilen den Futterstoff zu. Zum Futterstoff sei erwähnt, dass dieser natürlich auch dehnbar sein muss. In der Regel sind diese Futterstoffe in beide Richtungen gleichermaßen dehnbar und bestehen aus einem glatten Polyester. Der Futterrock wird mindestens 3-4 cm kürzer als der Rock aus dem Oberstoff zugeschnitten.  Diese beiden Futterrockteile näht ihr nun ebenfalls an den Seiten zusammen.

Danach schiebt ihr den Futterrock in den Rock aus dem Oberstoff. Dabei müsst ihr darauf achten, dass sich die Knipse der Vorderteile genau treffen.

Wie ihr hier seht, sind die beiden Nahtzugaben zueinander gewandt, wobei die eine Nahtzugabe nach links, die andere nach rechts zeigt.

Fixiert alles gut mit Stecknadeln und …

…  näht die beiden Röcke innerhalb der Nahtzugabe mit einem größeren Geradstich eurer Nähmaschine zusammen.

Nun legt ihr eurer Ober- und Rockteil vor euch, …

… wendet den Rockt auf links und stülpt ihn quasi über das Oberteil, sodass beide Teile rechts auf rechts liegen.

Die Knipse vom vorderen Rockteil sollten genau mit den Abnähern der Quetschfalten und den Bändern übereinstimmen. Ich habe die Knipse vom Rock hier mit Stecknadeln gekennzeichnet.

Steckt alles gut mit Stecknadeln fest. Jetzt seht ihr auch genau die Linien vom vorderen Oberteil, die ich während des Zuschneidens eingezeichnet habe. Diese Hilfslinien zeigen mir exakt, wo ich nun nähen muss. Achtet auch besonders darauf, dass ihr die zugegebenermaßen recht schwindende Nahtzugabe im Bereich der Bindebänder beim Nähen miterwischt. Dazu ist es hilfreich, kurz vor dem Annähen nochmals an dieser Stelle den Stoff zurechtzurücken.

Hier seht ihr wie meine Naht über den Quetschfalten und den Bindebändern verläuft.

Um die Taille im Rückenteil in Form zu bringen, müsst ihr noch im rückwärtigen Bereich ein schmales Gummiband auf die Nahtzugabe nähen. Ich habe mir dazu die Länge des Rückteils ausgemessen und diese mit dem Faktor 0,65 multipliziert. Das ist aber keine Formel, die für euch richtig sein muss! Einerseits verwende ich ein sehr schmales Gummiband, das sehr weich und dehnbar ist, und andererseits hängt das auch von eurer persönlichen Taillenweite und dem verwendeten Stoff ab. Für mich fühlt es sich richtig an, wenn das Gummiband sehr straff sitzt. Das kann aber bei jedem von euch individuell anders sein.

Habt ihr die richtige Weite für eurer Gummiband gefunden, dann näht es mit ein paar Stichen am Beginn und am Ende fest. Das hat den Vorteil, dass es euch während des Annähens nicht davon rutschen kann.

Nun näht ihr das Gummiband mit einem kleinen Zack-Zack-Stich eurer Nähmaschine auf die Nahtzugabe an. Dazu müsst ihr, wie auf diesen beiden Bildern zu sehen, euer Gummiband auf die Länge des rückwärtigen Rockteiles ziehen.

So sieht nun die Rückseite meiner Kjole aus. Und jetzt starten wir auch schon ins Finale!

Ihr müsst jetzt nur noch die unteren Säume eurer Kjole versäubern. Den Futterrock versäubere ich nur mittels einer Overlocknaht. Der Oberrock wird von mir ganz klassisch zuerst mit der Overlock versäubert, anschließend um die Breite meines Saums nach innen geschlagen und mit einem elastischen Stich meiner Nähmaschine festgenäht. Genau so bin ich auch bei meinen Ärmeln vorgegangen.

Solltet ihr die Originalärmel genommen haben, so habt ihr die Möglichkeit sie entweder in der Trompetenform zu lassen, was ich persönlich sehr hübsch finde, oder aber ihr näht euch genau nach Anleitung einen kleinen Tunnel und zieht ein Gummiband ein. Dazu schlagt ihr die Nahtzugabe der Ärmelsäume mindestens 1 – 1,2 cm wieder nach innen und steppt sie mit einem Geradstich ab. Achtet darauf, dass noch eine kleine Öffnung zum Durchschieben des Gummibandes bleibt. Dann nehmt ihr das Gummiband, und mit Hilfe einer Sicherheitsnadel fädelt ihr dieses durch den so entstandenen Tunnel. Stellt die Länge des Gummibandes so für euch ein, wie es euch angenehm ist. Danach näht ihr das Gummiband zusammen und schließt die Öffnung des Tunnels.

Und das war es auch schon! Fertig ist deine wunderbare Kjole!

Kleines Spiegelselfie meiner Glitzer-Kjole!

Ich hoffe, ich konnte euch die einzelnen Arbeitsschritte gut darstellen, und ihr hattet mindestens genau so viel Spaß beim Nähen wie ich. Ich freue mich schon riesig auf all eure Kleider im #teamkjole.

Wir sehen uns dann wieder zum 3. Schritt des lille.MAGsewalong no. 2 – dem Fotografieren deines fertigen Werkes und dem Posten.

Habt noch eine schöne Zeit beim lille.MAGsewalong no. 2 und bis bald, eure Janine.

P.S. Für alle, die noch mitmachen wollen – hier findet ihr das Lillestoff-Magazin No. 2 und natürlich eine unendlich schöne Auswahl an Stoffen.