Coco meets Frau Müller oder Muss ich mich entscheiden?

Coco meets Frau Müller oder Muss ich mich entscheiden?

Ein lustiger Titel, der treffender eigentlich nicht sein könnte, denn was ihr hier seht, ist doch tatsächlich ein und dasselbe Shirt. Ja, dieses Shirt kann einfach gewendet werden! Eine Seite besteht aus dem wunderbaren Lillestoff-Modal namens Frau Müller und die andere Seite aus dem Kombistoff dazu. Wobei ich ehrlich gesagt beide Stoffe gleichermaßen toll finde.

Die liebe Pamela von enemenemeins hat sich da schon etwas ganz Spezielles einfallen lassen, denn einerseits zeigt sich Frau Müller von ihrer lieblich blumigen Retroseite und andererseits überzeugt Frau Müller Kombi durch sportlich bunte Triangel.

Zugegebenermaßen hat mich ein Schnittmuster dazu inspieriert, diese beiden Stoffe zu einem Wendeshirt zu vernähen. Und darum auch der Titel „Coco meets Frau Müller oder Muss ich mich entscheiden?“.

Coco als Wendeshirt

Coco ist eigentlich ein herrliches Schnittmuster für Sommerkleider von Pattydoo, wobei das Oberteil 3 verschiedene Varianten beinhaltet: Top mit Banddurchzug, Top mit Racerback und Top mit gedrehten Trägern. Letzteres gefiel wir auf Anhieb richtig gut und da mir dieses Oberteil vom Kleid auch sehr gut passte, kam mir die Idee, es zu einem Wendeshirt abzuändern.

Ich passte zuerst das Schnittmuster an, in dem ich das Oberteil etwas taillierte und anschließend in leichter A-Linie auf Shirtlänge verlängerte. Jetzt brauchte ich nur noch das Shirt komplett gleich wie das Oberteil meines Kleides nähen. Eine tolle Anleitung dazu gibt es von Pattydoo in diesem Video.

Versäumen im herkömmlichen Sinn musste ich mein Shirt auch nicht, da ich beide Teile am Saum ebenfalls  zusammennähte. Ich ließ eine kleine Wendeöffnung, welche ich nach dem Wenden per Hand verschloss. Das Shirt ist recht fix genäht und der Effekt mit den gedrehten Trägern ist ganz und gar meins! Es werden bestimmt noch einige Shirts folgen, wohl auch, weil sich Modal hervorragend für solche Projekte eignet.

Das war es auch schon für heute! Bald zeige ich euch mein Coco-Kleid. Ich wünsche euch noch einen herrlich frühlingshaften Donnerstag. Habt es es fein und bis bald! Alles Liebe! Janine

Kurz zusammengefasst

Stoffe: Modal Frau Müller und Frau Müller Kombi (Design enemenemeins) – wurde mir zum Designnähen von Lillestoff gratis zur Verfügung gestellt und ist seit 06.05.2017 im Shop erhältlich!

Schnittmuster: Coco von Pattydoo – Das Oberteil wurde allerdings von mir tailliert und zum Shirt verlängert!

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Schräg, schräger, Vinossa

Schräg, schräger, Vinossa

Das ist mal meine Definition von einem gelungenen Schnittmuster, das ich euch ja schon in meinem Beitrag „Contenance bitte! Es ist nur Stoff!“ näher vorgestellt habe. Das Besondere ist, wie schon erwähnt, der schräge Fadenlauf des Schnittmusters. Das kommt bei der Verwendung von gestreiften Stoffen besonders gut zur Geltung. Also eben schräg, schräger, Vinossa!

Auch bei diesem Shirt habe ich mich wieder für den Off-Shoulder-Ausschnitt entschieden, wobei ich dieses Mal ein Halsbündchen statt des Beleges verwendet habe. Diese Entscheidung war definitiv die richtige für meine Stoffwahl.

Modal Anemone Kombi

Aus diesem herrlichen Modal hatte ich mir bereits eine Leggings passend zu meinem MAtordis-Shirt aus genäht. Dieses wundervolle Design stammt übrigens von enemenemeins und der Modal natürlich von Lillestoff.

Diese fließend weiche Qualität des Models ist einfach perfekt für Shirts, wobei hier bei Vinossa die seitliche Raffung mit Modal besonders gut zur Geltung kommt.

So, heute gibt es statt vieler Worte, ein paar Bilder mehr. Ich freue mich schon jetzt riesig über eure Vinossas, denn ab 06.05.2017 ist Vinossa als Papierschnittmuster bei Lillestoff-Schnittmuster erhältlich.

Ihr Lieben, habt noch einen feinen Donnerstag und viel Spaß beim Nachnähen.

Alles Liebe! Janine

Kurz zusammengefasst

Stoff: Modal Anemone Kombi (Design enemenemeins) – wurde mir zum Designnähen von Lillestoff  gratis zur Verfügung gestellt!

Schnittmuster: Shirt Vinossa – wurde mir zum Designnähen von Lillestoff zur Verfügung gestellt und wird am 06.05.2017 bei Lillestoff -Schnittmustern erhältlich sein!

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Lieblinks-Collage (ab 05.05.2017)

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Fashion Revolution Week 2017

Fashion Revolution Week 2017

Ja, auch dieses Jahr mache ich wieder mit bei der Fashion Revolution Week 2017 und folge dem Aufruf von der lieben Susanne von mamimade.

Meine vielen Gedanken hatte ich ja bereits schon in meinem Fashion-Revolution-Beitrag 2016 rund um das Thema Textilindustrie und Ausbeutung der Arbeitskräfte niedergeschrieben. Die könnt ihr in diesem Beitrag gerne nachlesen.

Die Challenge

Der Aufruf der lieben Susanne lautet dieses Jahr wie folgt:

„Wie können wir Nähbloggerinnen unseren Beitrag dazu leisten?
Nun, wir haben Reichweite. Jede einzelne von uns hat zumindest eine handvoll Leser und nicht alle davon haben sich schon mal Gedanken darüber gemacht, wo ihre Kleidung eigentlich herkommt.

Nun, ist aber mit purer – furchtbarer – Information die Arbeit nicht getan. Nein, frau muss ihren Lesern Alternativen aufzeigen. Es gilt Wege aufzuzeigen was man tun kann. Selber. Jeder. Eigentlich.

Daher rufe ich euch auf

– Schreibt einen Blogpost und zwar in der Fashion Revolution Week … also in der

– Woche vom 23. – 30. April 2017 und
– zeigt einen Weg auf, wie man sich kleiden kann und dabei darauf achtet unnötige Ausbeutung und Müllerzeugung zu vermeiden.“

Puh, eine aufregende Challenge! Da ich zeitlich diese Woche sehr angespannt bin und derzeit kaum zum Nähen komme, zeige ich euch ein paar ältere Upcycling-Projekte von mir.

Alte Jeans + altes Herrenhemd = lässiger Upcycling-Rock

Hier hatte ich eine alte Jeanshose von mir und ein altes Hemd meines Mannes zu einem Rock umgearbeitet. Die Hose schnitt ich knapp unter dem Reißverschluss ab, wobei ich allerdings zuvor vorsichtig die Hosentaschen von den Hosenbeinen abtrennte.

Anschließend schnitt ich das Hemd unterhalb der Achseln ab und passte das untere Teil des Hemdes an die Weite des Jeanshosenteiles an. Nun nähte ich dieses Hemdteil an das Jeanshosenteil an. Anschließend brauchte ich nur noch die Hosentaschen der Jeans auf das neue Rockteil nähen und schon war er fertig – mein lässiger Upcycling-Rock!

Altes Herrenhemd + Gratis Schnittmuster = neues Sommertop

Ein weiteres Upcycling-Projekt ist dieses hier.

 

Auch dieses alte Hemd meines Mannes konnte ich nicht zur Altkleidersammlung geben. Mir gefiel das Streifendesign enorm und ich entschied mich, mir daraus ein Sorbetto-Top zu nähen. Ein Gratisschnittmuster findet ihr hier bei Colette Patterns.

Allerdings habe ich das Top etwas gekürzt und noch vordere und hintere Abnäher für einen figurnahen Sitz hinzugefügt. Sämtliche offenen Kanten wurden von mir mit weißem Schrägband eingesäumt und mit einem Zierstich meiner Nähmaschine versehen.

Dieses Top trägt sich an heißen Sommertagen besonders gut, denn der glatte Baumwollstoff des Hemdes fühlt sich angenehm kühl auf der Haut an.

Kleines Tutorial zur Shirt-Rettung

Sicherlich kennen viele von euch das Problem. Ihr näht oder kauft euren Kindern langärmlige Shirts und nach kurzer Zeit sind die Ärmel auf einmal viel zu kurz oder so, wie in unserem Fall, waren die Ärmel auch noch mit Gartenzaunbeize bekleckert. Die verschwand auch nicht mit Fleckenentferner oder durch häufiges Waschen.

Also musste eine Idee her, denn das Shirt an sich passt noch ganz wunderbar und war noch viel zu schön um es auszusortieren. Also fotografierte ich einfach mal meine Arbeitsschritte mit und vielleicht hat ja der/die eine oder andere Verwendung für mein „Kleines Tutorial zur Shirt-Rettung“.

Zu guter Letzt

Dies sind nur ein paar wenige Beispiele um aufzuzeigen, dass es Sinn macht, alte Kleidung neu zu verwerten, sie vor dem Altkleidersack zu retten und ihnen ein neues Leben einzuhauchen. Ich weiß, dass mein Beitrag dazu ein eher bescheidener ist. Dennoch denke ich, dass jeder Versuch, und sei er noch so klein, ein Schritt in die richtige Richtung ist. Denn eines ist sicher, jeder von uns, und speziell wir Sewing-Blogger können einen Beitrag leisten. Ganz egal wie! Nur es muss getan werden! Reden und Schreiben allein ist noch lange nicht genug. Und darum bitte ich euch, macht mit und seid dabei, denn es ist immer noch: This is not okay!!

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